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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Zweites Quartal 2009 bringt Zuwachs bei Direktinvestitionen in kontinentaleuropäische Einzelhandelsimmobilien

Erhebung umfasst Shopping Center, Fachmarktzentren und Factory Outlets


 
 
Frankfurt, 30. Juli 2009 – Eine Untersuchung von Jones Lang LaSalle beziffert das Transaktionsvolumen für Direktinvestitionen in kontinentaleuropäische Einzelhandelsimmobilien im zweiten Quartal 2009 mit rund 1,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal mit 980 Millionen Euro bedeutet dies einen Anstieg um 85 Prozent. Dennoch liegt das Gesamtvolumen rund 63 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und bewegt sich auf dem Niveau des Jahres 2004. Insgesamt neun Transaktionen mit Volumina von jeweils über 100 Millionen Euro lassen aber einen Aufwärtstrend im zweiten Quartal erkennen. Die Erhebung berücksichtigt alle Investitionen in Shopping Center, Fachmarktzentren und Factory Outlets. Ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter 5 Mio. Euro.
 
Der Zuwachs im Vergleich zum ersten Quartal beruht in erster Linie auf einem Anstieg der Volumina je Transaktion, weniger auf der Anzahl der ermittelten Verkäufe. Insgesamt ermittelte Jones Lang LaSalle für das zweite Quartal 38 Transaktionen, im ersten Quartal waren es 33.
 
Jeremy Eddy, Leiter European Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Eine Gemeinsamkeit fast aller Einzelhandelstransaktionen in 2009 ist auf Käuferseite der Zugang zu einer Verkäuferfinanzierung bzw. die Möglichkeit der Übernahme der Altfinanzierung. Angesichts der in Kontinentaleuropa weiterhin stark angespannten Kreditmärkte ermöglicht diese Vorgehensweise die meisten großen Transaktionen.“
 
Mit Blick auf das zweite Halbjahr ergänzt Eddy: „Die Aussichten auf dem Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien bleiben verhalten. Notverkäufe sind die Ausnahme, da die bisherigen und zur Jahresmitte abgeschlossenen Bewertungen nicht zu signifikanten Liquiditätsengpässen geführt haben. Dennoch werden wir besonders in Deutschland in Kürze einige nennenswerte Transaktionen sehen, die unlängst abgeschlossen wurden oder kurz vor dem Abschluss stehen. Wir erwarten vor diesem Hintergrund ein weiterhin starkes Interesse an qualitativ hochwertigen Objekten.“
 
Wie im Zeitraum Januar bis März entfällt auch im gesamten ersten Halbjahr mit einem Anteil von 95 Prozent der Großteil der Transaktionen auf Westeuropa. Die Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa bleiben äußerst verhalten, da die Investoren sich unverändert auf ihre Heimatmärkte und die wichtigsten europäischen Kernmärkte konzentrieren. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien dominieren das Marktgeschehen. Mit einem starken zweiten Quartal zeigt sich Frankreich als aktivster Markt in Kontinentaleuropa. Das Transaktionsvolumen von 693 Millionen Euro bedeutet einen Anteil von 23 Prozent. Deutschland folgt mit rund 600 Mio. Euro, was einem Anteil von rund 20 Prozent entspricht. Italien liegt mit rund 510 Mio. Euro und einem Anteil von 17 Prozent auf Rang drei. Spanien zeigt wie Frankreich besonders im zweiten Quartal Stärke und erzielt ein Volumen von 360 Mio. Euro bzw. 12 Prozent. Mit dem Plenilunio Park in Madrid, der für rund 235 Millionen Euro an Orion Capital Managers veräußert wurde, steuert Spanien die bislang größte kontinentaleuropäische Einzeltransaktion in 2009 bei.
 
In Hinblick auf die Kategorien machen Shopping Center im ersten Halbjahr mit rund 2 Milliarden Euro bzw. 69 Prozent den Großteil des gesamten Transaktionsvolumens aus. Auch Geschäftshäuser in 1a-Lagen bleiben aufgrund ihrer geringeren Volumina und Risiken europaweit eine gut nachgefragte Kategorie. Der Anteil des Fachmarktsektors liegt im ersten Halbjahr dagegen mit 13 Prozent deutlich unter dem Vorjahreszeitraum. Damals machte er noch fast ein Drittel aus.
 
Die aktivsten Käufer im ersten Halbjahr sind Fondsgesellschaften und institutionelle Investoren. Fast 40 Prozent des ermittelten Transaktionsvolumens entfällt auf diese Gruppe. Finanzinvestoren halten sich angesichts der angespannten Kreditmärkte weiterhin zurück.


 
Hinweis zur Erhebungsmethode: Die Untersuchung umfasst alle Investitionen in Einkaufszentren, Fachmarktzentren und Factory Outlets in Kontinentaleuropa. Großbritannien und Irland sind nicht Bestandteil der Erhebung. Transaktionen in 1a-Einkaufslagen sowie Transaktionen im Wert von unter 5 Mio. Euro bleiben ebenfalls unberücksichtigt.