Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Frankfurt

EMEA-weit Angebotsengpässe bei großen modernen Logistikflächen

Anhaltender Wettbewerb trotz schwächer werdender Nachfrage


Presseinformation [PDF]

 

 

  • Nur wenige Märkte – Amsterdam, Lyon, Paris, Madrid, Budapest, Warschau und Moskau – auch zukünftig mit ausreichender Auswahl an entsprechenden Objekten
     
  • Russland einziger Markt mit bedeutenden spekulativen Projektentwicklungen
     
  • Wenig Mietpreisänderung 2012 in den meisten Märkten - Rückgang auf wenige Märkte beschränkt  
     
  • Nutzeraktivitäten auf den Märkten im Nahen Osten noch gedämpft, allerdings steigendes Interesse durch  multinationale Industrieunternehmen
  

 

Frankfurt, 13. Juli 2012 – Die Stimmung unter den Verbrauchern, dem Einzelhandel und den Herstellern ist inmitten der anhaltenden Eurozonen-Krise weiterhin gedämpft. Die zunehmende Vorsicht der Verbraucher spiegelt sich in der nachlassenden Nachfrage nach Logistikflächen wider. Der Umsatz* für das Gesamtjahr 2012 dürfte sich in der Folge 20% unter dem Vorjahresergebnis bewegen, das sich allerdings mit etwas über 16 Mio. m² durch ein Rekordvolumen ausgezeichnet hatte. Die verhaltene Entwicklung zeigt sich auch in dem kontinuierlichen Rückgang führender Branchen-Indikatoren, wie dem Einkaufsmanager-Index des produzierenden Gewerbes. 
 
„Trotz der trüberen Aussichten für die europäischen Industriemärkte dürfte die Nachfrage nach großen, modernen Lager- und Logistikflächen über dem langfristigen Trend bleiben, da die Nutzer weiterhin eine Optimierung der Wertschöpfungskette anstreben und ihre Strategien anpassen, um den sich ändernden Kundenanforderungen gerecht zu werden”, so Vincent Lottefier, Leiter Corporate Solutions Jones Lang LaSalle EMEA.
 
Das Angebot an unmittelbar verfügbaren, modernen Flächeneinheiten ist im Vergleich zum Vorjahr knapper geworden. In Verbindung mit den auch künftig relativ geringen spekulativen Projektentwicklungen steht damit im zweiten Halbjahr ein noch geringeres Angebot zur Auswahl, insbesondere in den wichtigen europäischen Knotenpunkten. Infolgedessen werden die Nutzer zunehmend gezwungen sein, in Bezug auf Qualität oder Lage Kompromisse einzugehen oder weniger flexible Verträge für maßgeschneiderte („build-to suit“) Einheiten abzuschließen. 
 
„Einige Märkte werden im laufenden Jahr Preissenkungen hinnehmen müssen. Allerdings sorgt das sinkende Angebot in den meisten Märkten letztlich für wenig Änderung bei den Mietpreisen“, so Alexandra Tornow, Leiterin Industrial & Logistik Research Jones Lang LaSalle EMEA. „Derzeit bieten nur Amsterdam, Paris, Lyon und Madrid in Westeuropa sowie Budapest und Warschau in Mitteleuropa eine noch immer gute Immobilienauswahl. Da wir in diesen Märkten keine spekulativen Projektentwicklungen beobachten, dürfte das Angebotsniveau in den nächsten Quartalen sinken. Einzige Ausnahme: Russland, wo es mit rund 400.000 m² eine beträchtliche Menge spekulativer Projektentwicklungen gibt.“
 
Nutzern von Logistikflächen in Mittel- und Osteuropa fällt es - trotz einem insgesamt deutlich niedrigeren Bestand an modernem Flächen - leichter, ein entsprechendes Angebot zu finden. Hier ist der Leerstand in der Mehrzahl der Märkte weiterhin größer und das Mietpreis-Profil größtenteils niedriger als in den westeuropäischen Core-Lagen. „Die Nutzernachfrage hat sich zwar auch in diesen Ländern in den ersten sechs Monaten des Jahres abgeschwächt, allerdings deutlich weniger als in den westeuropäischen Märkten. Insofern wird bei einer anhaltenden Nutzeraktivität in den nächsten Monaten die Auswahl an modernen Flächen auch in Mittel- und Osteuropa eingeschränkt werden.
 
Die Nutzernachfrage nach Logistikflächen in der Region EMEA außerhalb Europas ist zwar auf niedrigem Niveau geblieben. Multinationale Konzerne nehmen jedoch zunehmend die Märkte des Nahen Ostens ins Visier, um von den niedrigen Lohnkosten und der Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu profitieren und die lokalen Verbrauchermärkte zu bedienen. Dieser Trend spiegelt sich in einigen neuen Projektentwicklungen wider, am auffälligsten in den großen Industrie- und Wirtschaftszentren Saudi-Arabiens. Auch die kontinuierliche Expansion des Logistik-Knotenpunktes in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), dynamisiert von den Aktivitäten um den Seehafen von Dschabel-Ali (im Hafengebiet von Dubai) ist ein Hinweis auf die sich vollziehenden Entwicklungen. Mittlerweile sind sogar große Industriegrundstücke mit mehr als 10.000 m² in Dubai knapp geworden. „Einerseits zeigt sich in den Märkten des Nahen Ostens immer noch ein Mangel an modernen Logistikflächen, andererseits beobachten wir eine wachsende Nachfrage. Beides zusammen führt zu einer Aufwärtstendenz der Mieten, insbesondere in Saudi Arabien“, so Alexandra Tornow.

 
* Der Umsatz erfasst 11 europäische Märkte: Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Polen, Russland (Umsatz: nur Moskau), Spanien und Großbritannien. Die Analyse beruht auf Flächeneinheiten > 5.000 m² für Kontinentaleuropa und > 10.000 m² für Großbritannien.