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Pressemitteilung

Frankfurt

Frankfurter Zeil ist die meistbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands

Jones Lang LaSalle erhebt Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstraßen – Kölner Schildergasse und Kaufingerstraße in München komplettieren Top 3


Pressemitteilung (PDF)
Tabellarische Übersicht TOP 25 (PDF)​

Frankfurt, 17. Juli 2012 – Die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil ist Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile. In Spitzenzeiten zieht die Lage stündlich über 13.000 Besucher an. Die Kölner Schildergasse als bisheriger Spitzenreiter und die Kaufingerstraße in München komplettieren das Spitzentrio. Dies ist das Ergebnis der Passantenfrequenzzählung 2012 von Jones Lang LaSalle. Die jährlich durchgeführte Erhebung ist mit insgesamt rund 700.000 gezählten Passanten die umfangreichste ihrer Art und beruht auf der zeitgleichen Ermittlung der Passantenströme in den 170 Top-Einkaufsstraßen Deutschlands.

Hohe Kontinuität in der Zusammensetzung der Spitzengruppe

Doris von Muschwitz, Senior Executive Retail Leasing Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Die Passantenfrequenzen sind ein wichtiger Indikator für die Umsatzchancen. Sie ergänzen die Aussagekraft gängiger Kriterien wie der Zentralitäts-, Umsatz- oder Kaufkraftkennziffer und tragen zum schlüssigen Gesamtbild einer Einkaufsmeile bei. Gerade für internationale Handelsunternehmen, die nach wie vor verstärkt nach Deutschland expandieren, sind Frequenzen ein wichtiges Kriterium für den bundesweiten Standortvergleich. Insgesamt zeichnet die aktuelle Zählung ein stabiles Bild. Mehr als 80 Prozent der 50 bestfrequentierten Lagen waren auch 2011 Bestandteil dieser Gruppe.“

Die Frankfurter Zeil erreicht mit stündlich bis zu 13.120 Passanten erstmals die Spitzenposition der seit 1999 jährlich durchgeführten Zählung. Die aktuelle Frequenz liegt dabei deutlich über dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre (12.300). Die Kölner Schildergasse als Spitzenreiter der beiden Vorjahre muss sich in diesem Jahr mit Rang 2 begnügen. Mit 12.930 Passanten pro Stunde liegt sie aber nur knapp hinter der Zeil und fast exakt auf dem Niveau ihres 5-Jahres-Durchschnitts. Die Kaufingerstraße in München (11.820) verbessert sich um einen Platz auf Rang 3 des Rankings, gefolgt von der Stuttgarter Königstraße (11.335), die ebenfalls um einen Platz auf Rang 4 aufsteigt. Die Hamburger Mönckebergstraße (10.380) komplettiert die Top 5 und kann sich im Vergleich zu 2011 gleichfalls um einen Platz verbessern. Wie in den Vorjahren ziehen alle Top 5-Lagen jeweils mehr als 10.000 Passanten je Stunde an.

Die Flinger Straße in Düsseldorf schafft mit 10.150 Passanten je Stunde erstmals den Sprung in die Top 10 und verbessert sich von Rang 29 auf Rang 6. Ein Grund hierfür ist die anhaltende Bautätigkeit rund um die Schadowstraße. Die Spitaler Straße in Hamburg (9.840) verschafft Hamburg eine doppelte Präsenz unter den zehn bestplatzierten Einkaufsmeilen und belegt wie 2011 Rang 7. Der Dortmunder Westenhellweg (9.540) folgt auf Rang 8. Neu in den Top 10 ist die Ludgeristraße in Münster (9.420), die im Vorjahr Rang 12 belegte. Wie Hamburg kann München gleich zwei Straßen in den Top 10 vorweisen und vervollständigt mit der Neuhauser Straße (9.275) die Spitzengruppe.

Frequenzen am Samstag deutlich höher als unter der Woche

In den 25 Städten mit den höchsten Ladenmieten führt Jones Lang LaSalle ergänzend eine Zählung unter der Woche durch. Die Erhebung am frühen Donnerstagabend (17.00-18.00 Uhr) zeigt, dass die Besucherzahlen am Samstag durchschnittlich mehr als 80 Prozent über den Spitzenwerten unter der Woche liegen. Nur in wenigen Metropolen werden auch unter der Woche Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten je Stunde erzielt. Hier zeigt sich, dass das Umsatzpotenzial des Handels in nicht unerheblichem Maße von der touristischen Attraktivität einer Stadt und ihrer Stellung als Wirtschafts- und Bürostandort abhängig ist.

Münster, Ulm und Gießen führen Rankings nach Einwohnerzahlen an

Die Ludgeristraße in Münster (9.420; bundesweit Rang 9) ist neben ihrer Top 10-Platzierung auch die bestfrequentierte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner. Es folgen die Wiesbadener Kirchgasse (8.855; 12) und fast gleichauf die Bahnhofstraße in Bielefeld (8.515; 15). Die Mannheimer Planken (7.360; 24) und die Aachener Adalbertstraße (5.155; 44) vervollständigen die Top 5 in dieser Kategorie.

Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Ulmer Hirschstraße (8.620; 14) das Maß der Dinge. Auf den Rängen 2 und 3 folgen die Bahnhofstraße in Saarbrücken (6.705; 25) und die Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg (6.590; 27). Die Simeonstraße in Trier (6.525; 28) und die Schönbornstraße in Würzburg (5.655; 39) komplettieren die Top 5 dieser Gruppe.

In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern bestätigt der Seltersweg in Gießen (3.850; 73) seine Führungsrolle aus den Vorjahren, gefolgt von der 1a-Lage Holm in Flensburg (3.825; 74). Der Grüne Markt in Bamberg (3.790; 75), die Ludwigstraße / Theresienstraße in Passau (3.695; 78) und die Kanzleistraße in Konstanz (3.170; 90) machen in dieser Kategorie die Top 5 komplett. Letztere profitiert nicht zuletzt von der Aufwertung des Schweizer Franken und einem entsprechenden Konsumtourismus aus dem Nachbarland.

Düsseldorfer Kö einmal mehr bestbesuchte Luxusmeile in Deutschland

Die Düsseldorfer Königsallee (5.935; 33) hat ihren Vorjahreswert leicht verbessert und ist einmal mehr klarer Spitzenreiter unter den international renommierten deutschen Luxusmeilen. Keine andere Lage dieser Ausrichtung schafft den Sprung in die bundesweiten Top 50. Mit großem Abstand folgen der Neue Wall in Hamburg (2.835; 100), die Stuttgarter Stiftstraße (2.310; 123), die Münchner Maximilianstraße (1.800; 142) und die Goethestraße in Frankfurt (1.520; 151).

Berlin und München sind Deutschlands Metropolen mit den meisten Hochfrequenzlagen

Berlin und München bieten die mit Abstand höchste Anzahl an Hochfrequenzlagen. Keine andere Metropole bietet gleich fünf Einkaufsmeilen mit jeweils über 5.000 Passanten pro Stunde. In Berlin sind dies die Lagen Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Alexanderplatz, Wilmersdorfer Straße und Friedrichstraße. In München erreichen die Lagen Kaufingerstraße, Neuhauser Straße, Sendlinger Straße, Tal und Weinstraße dieses Niveau.

Drei Topmeilen dieser Anziehungskraft gibt es in Düsseldorf (Flinger Straße, Schadowstraße, Königsallee), Hamburg (Mönckebergstraße, Spitalerstraße, Jungfernstieg) und Hannover (Bahnhofstraße, Georgstraße, Große Packhofstraße). Auf zwei Hochfrequenzmeilen kommen Bremen (Obernstraße, Sögestraße), Köln (Schildergasse, Hohe Straße), Leipzig (Petersstraße, Grimmaische Straße) und Nürnberg (Breite Gasse, Karolinenstraße).

Bei den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge. 13 Einkaufsstraßen im bevölkerungsreichsten Bundesland erzielen Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten pro Stunde.

Gesamtzahl der gezählten Passanten ist leicht rückläufig

Mit bundesweit knapp 700.000 gezählten Passanten bleiben die aktuellen Zahlen hinter dem Vorjahr (740.000) und dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre zurück. Doris von Muschwitz führt dies nicht ausschließlich auf die in diesem Jahr nicht unbedingt zu Shoppingtouren einladende Wettersituation zurück: „Unser Zählergebnis deckt sich durchaus mit Stimmen aus dem Handel, die trotz anhaltend guter Konsumnachfrage leicht rückläufige Frequenzen in ihren Shops beobachten. Die Euro-Krise sorgt für unsichere Rahmenbedingungen, die nicht spurlos am Handel vorübergehen. Bislang schlägt sich dies aber nicht in rückläufigen Handelsumsätzen oder einer abnehmenden Flächennachfrage nieder.“

 

Redaktionelle Hinweise:
Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage die Ergebnisse für einzelne Städte sowie Rankings nach Bundesländern und Einwohnerkategorien zur Verfügung.

Die Samstags-Zählung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, 21. April 2012, 13.00-14.00 Uhr.

Die Zählung unter der Woche erfolgte zeitgleich in den 25 mietstärksten Städten am Donnerstag, 26. April 2012, 17.00-18.00 Uhr.