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Pressemitteilung

Frankfurt

Hotelinvestmentmarkt in EMEA fehlen noch die großen Transaktionen


Presseinformation inklusive​ Chart [PDF]

 

 

Frankfurt, 25. Juli 2012 – Die Hotelinvestmentaktivitäten in EMEA (Europe, Middle East, Africa) haben zwar gemessen an der Anzahl der Transaktionen im Jahresvergleich leicht zugelegt, aufgrund der dabei deutlich geringeren Durchschnittsgröße bei den Einzeldeals reichte das Volumen allerdings nicht an das Vorjahresergebnis heran: mit 3,7 Mrd. Euro floss im 1. Halbjahr 2012 12 % weniger Kapital in die Assetklasse Hotels, 64 % entfielen dabei auf Einzeltransaktionen (2,4 Mrd. Euro).
 
An der Reihenfolge der Top 3 Zielländer hat sich nichts geändert: dominiert vom Vereinigten Königreich (1,4 Mrd. Euro, 37 % des Gesamtvolumens), folgen Frankreich mit 401 Mio. Euro (11 %) und Deutschland mit 177 Mio. Euro (5 %). 
 
Wie nicht anders zu erwarten, zog die britische Hauptstadt knapp 60 % (796 Mio. Euro) des im Vereinigten Königreich in Hotels investierten Kapitals auf sich. In Frankreich konzentrierten sich die Investoren noch deutlicher auf die dortige Metropole: 328 Mio. Euro, entsprechend 82 % des Hotelinvestmentvolumens in Frankreich, wurden für Hotelimmobilien in Paris ausgegeben. 
Das Halbjahresergebnis in Deutschland basierte vor allem auf einer Portfoliotransaktion mit zwei 4-Sterne Hotels in Berlin (das Indigo Berlin mit 153-Zimmer und das Holiday Inn Berlin City Centre mit 242-Zimmern). Beide Hotels wurden von Azure Property Group an Invesco Real Estate für insgesamt ca. 60 Mio. Euro verkauft.
Die operativen Ergebnisse sind in den meisten Märkten Europas weiterhin positiv. Trotz wirtschaftlicher Instabilität und der Unsicherheiten in der Eurozone zieht die Tourismusnachfrage generell an – sowohl inländisch als auch aus Asien und Südamerika. Gepaart mit dem meist moderaten Angebotswachstum führt dies zu einem Aufschwung in den Leistungsergebnissen. Die Performancezahlen in einigen beliebten Tourismusdestinationen in den der ersten fünf Monaten machen diese positive Entwicklung bereits deutlich: So lag der Jahreszuwachs des Room Yields etwa in Prag bei +13,5 %, in Paris bei +7,3 %, Barcelona bei +5,6 %, Kopenhagen bei +3,7 %, München bei +3,4 %, und London bei +3,1 %.
 
„Die Kombination von wachsender Nachfrage und einer höher rentierlichen Assetklasse im Vergleich zu Büro oder Einzelhandel, ergeben derzeit interessante Gelegenheiten für Investoren, die sich bisher vielleicht weniger mit Hotels auseinandergesetzt haben“, so Christoph Härle, CEO Kontinentaleuropa bei Jones Lang LaSalle Hotels. Während für eine größere Anzahl von Portfoliotransaktionen derzeit Gespräche geführt werden oder die Verhandlungen kurz vor Abschluss stehen, wurden bisher vor allem durch Restrukturierung forcierte oder institutionelle Transaktionen durchgeführt“, so Härle.

 
Top 3 Portfoliotransaktionen in EMEA
  • Der Verkauf eines InterContinental Portfolios (sechs Hotels) durch den libanesischen Privatmann Aboukhater an einen Investor ebenfalls aus dem Nahen Osten.
     
  • Für 242 Mio. Euro kaufte die Principal Haley Hotel Group von der AAIM ein Portfolio (sechs Hotels). Die Immobilien wurden für 109 Mio. Euro direkt an Pramerica in einer Sale-und-Lease-Back Transaktion auf Basis 175-jähriger Pachtverträge weiterverkauft.
  • In Italien verkaufte der Immobilienentwickler Fimco zwei Hotels in Bari und Rom für zusammen 80 Mio. Euro an die Gruopo Sorgente.
 
 
Anzahl der Einzeltransaktionen leicht gestiegen – Durchschnittsvolumen deutlich niedriger
 
Zwar hat sich die Anzahl der Einzeltransaktionen im Jahresvergleich auf 83 leicht erhöht, die durchschnittliche Größe lag mit ca. 28,4 Mio. Euro allerdings um 13 % niedriger. Nur zwei Deals bewegten sich über einem Volumen von jeweils 100 Mio. Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4.
 
 

Top 4 Einzeltransaktionen in EMEA: 
 
  • Das Vinci Mélia La Défence in Paris ging an Union Investment
     
  • In London verkaufte die Splendid Hotel Group das Hotelprojekt InterContinental London Westminster an Sojourn Hotels 
     
  • BIN Bank wurde neuer Eigentümer des InterContinental Moskau. Verkäufer ist Unico.
     
  • Das Hoxton Hotel in London wurde durch Bridges Ventures für 81 Mio. Euro an Ennismore Capital veräußert
     
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„Das Interesse der Investoren an Immobilien inklusive Hotels ist aufgrund von niedrigen Renditen bei Staatsanleihen, wie dies zum Beispiel in Deutschland zu beobachten ist, sowie der Volatilität der Börsen hoch“, so Härle. Auch das Auslaufen von Krediten sei ein weiterer Antrieb für Hoteleigentümer, ihre Immobilie zu verkaufen. „Die größten Hindernisse für einen echten Schub beim Transaktionsvolumen in Europa sind die schwierigen Fremdkapitalkonditionen mit nur wenigen aktiven Kreditgebern und einer nur kleinen Anzahl von Banken, die größere Darlehensvolumina zur Verfügung stellen“, so Härle. Derzeit seien einige Hotelportfolios und größere Einzelobjekte in Verhandlung, deren Realisierung für das zweite Halbjahr erwartet wird. „Insofern sehen wir das EMEA-weite Transaktionsvolumen 2012 auf einem Niveau zumindest auf Vorjahreshöhe, eher sogar leicht darüber. Die 10 Mrd. Euro-Marke wird zwar nicht erreicht, aber Platz 4 in der 10- jährigen Statistik ließe sich durchaus sehen“, so Härle.

 

* Jones Lang LaSalle Hotels berücksichtigt Einzel- und Portfolioltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. US$ in EMEA.