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Pressemitteilung

Frankfurt

Europäische Immobilien bleiben für Investoren attraktiv


Presseinformation inklusive Übersichtstabelle EMEA [PDF]

 

  • Transaktionsvolumen in Europa steigt im 2. Quartal 2012 (gegenüber Q 1 2012) um 17 % auf 27 Mrd. Euro
     
  • Auf Großbritannien, Frankreich und Deutschland entfallen in Q2 70 % des gesamteuropäischen Volumens 
     
  • Im 1. Halbjahr fließt mehr globales Kapital nach Europa
     
  • London bleibt gefragteste Stadt der Welt 
     
  • Weltweit steigt Transaktionsvolumen im 2. Quartal 2012 (gegenüber Q 1 2012) um 24% auf 108 Mrd. USD. 
     
  • Prognosen für das Gesamtjahr 2012 stehen bei: global rund 400 Mrd. USD, für Europa bei ca. 108 Mrd. Euro

 

Frankfurt, 26. Juli 2012 – Das Transaktionsvolumen in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) hat im 2. Quartal 2012 (gegenüber Q 1 2012) um 17 % auf 27 Mrd. Euro zugelegt. Der Anteil der drei größten europäischen Märkte – Großbritannien, Deutschland und Frankreich – machte dabei  70 % des europäischen Gesamtvolumens aus (gegenüber durchschnittlich knapp 65 % im Gesamtjahr 2011). Nach wie präferieren Investoren erstklassige, langfristig vermietete Objekte in den Kernmärkten. Rückläufig zeigte sich - auch aufgrund der geringen Produktverfügbarkeit das Transaktionsvolumen in Polen. Niedrige Transaktionsvolumina werden aus Südeuropa gemeldet. 
 
Auf das gesamte 1. Halbjahr 2012 bezogen lagen die Investitionen in der gesamten EMEA Region  im Jahresvergleich 7% niedriger. Für das Gesamtjahr erwartet Jones Lang LaSalle gegenüber 2011 einen Rückgang von bis zu 10%. Damit könnte sich das Transaktionsvolumen in EMEA bei ca. 108 Mrd. Euro bewegen.     

 
London „heißester“ Markt weltweit

 
Im Städte-Vergleich zeigt sich, dass das meiste Kapital im 2. Quartal nach London geflossen ist. Mit 8,7 Mrd. US-Dollar, hatten die Investoren die britische Hauptstadt weit vor Paris und New York mit 4,7 Mrd. USD bzw. 4,3 Mrd. USD im Fokus. 
 
„London behält seine globale Anziehungskraft, das Investoreninteresse gilt oft großvolumigen „Big Ticket“–Transaktionen.  Im zweiten Halbjahr könnte auch außerhalb der  Hauptstadt  steigende Aktivitäten zu beobachten sein”, so Robert Stassen, bei Jones Lang LaSalle Leiter European Capital Markets Research.

 
Auch in den anderen Regionen steigende Volumina

Neben EMEA registrierten auch die beiden anderen Regionen im 2. Quartal (gegenüber  Q1 2012) zunehmende Aktivitäten: Amerika, mit einem Anstieg um 33% auf 47 Mrd. USD, wies dabei den höchsten regionalen Zuwachs auf. Im Jahresvergleich (Q 2 2012/Q2 2011) war allerdings der asiatisch-pazifische Raum die einzige Region, die auf Basis höherer Volumina in China, Australien, Hongkong und Singapur ein Wachstum verzeichnen konnte (von 20 auf 26 Mrd. USD). 
 
Mit den Entwicklungen in den genannten drei Regionen stieg das globale Transaktionsvolumen im 2. Quartal auf 108 Mrd. USD, entsprechend einem Plus von 24 %. „Die Nachfrage nach Immobilien mit langfristigen Anlagefokus und sicheren Mieteinnahmen, die beste Einnahmen generieren, ist überall auf der Welt groß. Staats- und Rentenfonds sowie vermögende Privatpersonen diversifizieren ihre Investments”, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Der konjunkturelle Gegenwind aus Europa schreckt die Investoren weltweit nicht ab, der Appetit auf Immobilien bleibt groß, nicht zuletzt zurückzuführen unter anderem auf eine weiter verbesserte Transparenz der  Immobilienmärkte und der sinkenden Renditen von Staatsanleihen.”

 
Grenzüberschreitende Transaktionen nehmen in Europa weiter zu  
 
Weiter zugenommen haben in Europa die grenzüberschreitenden Investments. Die Region zieht den Löwenanteil interregionaler Investitionen auf sich, dabei rücken Käufer aus den USA in den Vordergrund. In Großbritannien - drei der größten grenzüberschreitenden Deals wurden hier realisiert - und Frankreich erfolgten 75% aller Transaktionen mit Beteiligung eines grenzüberschreitenden Investors, in Russland waren es 70 % und in Deutschland 50 %.  
 
Grenzüberschreitende Transaktionen machten im 2. Quartal 2012 40% des globalen Volumens aus. Solche Transaktionen konzentrieren sich geografisch auf wenige Länder und nur auf bestimmte Immobilien. Darüber hinaus nehmen auch die Verhandlungen aufgrund langwieriger Due Diligence-Prüfungen längere Zeit in Anspruch. Sollten die Preise für Core-Investments weiter steigen, werden auch Sekundärmärkte verstärkt Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dies könnte der normalerweise schon aktiveren zweiten Jahreshälfte einen zusätzlichen Schub verleihen. 
 
Die Aktivitäten globaler Kapitalsammelstellen - in den letzten beiden Jahren an der Spitze der Käuferengagements - sind im Vergleich zu 2011 um 50 % zurückgegangen. Trotz ihres  Konsolidierungskurses und dem Sondieren anderer Anlagemöglichkeiten sind globale Fonds die zweitstärkste Käufergruppe nach Investoren aus den USA.
 
„Angesichts der niedrigen Renditen bei anderen Anlageklassen stehen Immobilien bei Investoren hoch im Kurs. Wir sehen vermehrtes Interesse vonseiten kanadischer, US-amerikanischer und nahöstlicher Investoren und rechnen verstärkt mit investivem Kapital aus asiatischen Ländern wie China, Indonesien und Thailand”, so David Green-Morgan, Director, Jones Lang LaSalle Global Capital Markets Research. „Für das Transaktionsvolumen weltweit rechnen wir mit einem Ergebnis auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Das wären dann um die 400 Mrd. USD.“

 

* In den Zahlen sind Transaktionen ab 5 Mio. USD enthalten. Ausgenommen sind Investitionen in Grundstücke und Mehrfamilien-Wohnimmobilien sowie Käufe zum Zwecke der Projektentwicklung – Jones Lang LaSalle erfasst die Transaktionsvolumina in der Regel in US-Dollar