Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

London / Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Europäischer Logistikvermietungsmarkt überrascht im 2. Quartal positiv – im Halbjahr europaweit uneinheitliches Bild


London / Frankfurt, 16. August 2012 - Der Flächenumsatz auf dem europäischen Logistikvermietungsmarkt* betrug im 2. Quartal 2012 3,3 Mio. m², damit ein Anstieg um 11% gegenüber den ersten drei Monaten 2012. Gleichzeitig wurde im ersten Halbjahr 2012 ein Minus von 17 % (auf 6,2 Mio. m²) gegenüber dem Vorjahreszeitraum notiert. Im langfristigen Vergleich lagen die ersten sechs Monate zwar leicht (- 5 %) unter dem Fünfjahres-Durchschnitt, konnten gleichzeitig den 10-Jahresschnitt um ein Fünftel toppen.
 
Im Halbjahresvergleich legten Frankreich (+32 %) und die Niederlanden (+ 40 %) zu sowie – etwas überraschend - auch Italien (+ 7 %) und Spanien (+ 6 %). Deutschland* bleibt – trotz eines Rückgangs um gut einem Fünftel gegenüber dem 1. Halbjahr 2011 - umsatzstärkster Markt. Rückgänge im Halbjahresvergleich gab es auch in allen anderen von Jones Lang LaSalle untersuchten Ländern*.
 
„Trotz der insgesamt noch robusten Aktivitäten werden Nutzer auch in den nächsten Monaten vorsichtig bei ihrer Anmietungsentscheidung bleiben. Statt der Anmietung von Neubauflächen, die bei der aktuell knappen Angebotssituation dieser Kategorie in der Regel mit höheren Mietzahlungen und längeren Mietvertragslaufzeiten verbunden ist, ziehen einige die  Verlängerung ihrer bestehenden Verträge oder Abschlüsse mit kurzen Laufzeiten in älteren Bestandsflächen vor. Dies bietet gleichzeitig auch Flexibilität einer Neuanmietung, sollte die Konjunktur wieder anziehen”, so Paul Betts, Leiter EMEA Logistik & Industrial bei Jones Lang LaSalle.

Das Fertigstellungsvolumen lag im 1. Halbjahr 2012 bei 2,9 Mio. m² damit zwar 44 % höher als im Vorjahreszeitraum, allerdings 20 % unter dem Fünfjahresschnitt. Das Volumen der in Bau befindlichen Flächen hat Mitte 2012 mit 5,3 Mio. m² das höchste Niveau seit Ende 2008 erreicht, bleibt aber ebenfalls unter dem Fünfjahres-Durchschnitt. Deutschland belegt auch dabei die Spitzenposition mit 1,8 Mio. in Bau befindlichen m². Die zweit- und drittplatzierten Russland und Frankreich kommen zusammengenommen auf knapp 1,5 Mio. m². „Built-to-suit“ dominiert nach wie vor das Neubaugeschehen, somit stehen dem Markt wenig Flächen zu Verfügung. Leerstände bleiben gering.
 
Seit Jahresanfang lassen steigender Kostendruck und ein abwartendes Nutzerverhalten den Abwärtsdruck auf die Mieten steigen. Entsprechend zeigt der europäische Logistik-Mietpreisindex von Jones Lang LaSalle im Jahresvergleich ein Minus von 0,9 %. Stärkere Abwärtstendenzen meldeten im Jahresvergleich allerdings nur Amsterdam (-2,7%), Barcelona (-3,7%), London (-3,6%), Manchester (-4,5 %) und Madrid (-6.7%), bei gleichzeitig steigenden Mieten beispielsweise in Berlin (+4,4%), Brüssel (+9,8%), Düsseldorf (+3,8%) und München (+ 5,0%). In den meisten Märkten blieben die Spitzenmieten stabil.
 
„Die vorsichtige Haltung bei Nutzern und Entwicklern in den letzten Monaten bedeutet im Umkehrschluss, dass nur ein knappes Angebot zu einem Mietpreisanstieg führen kann. Das Potential dafür ist – außer in Deutschland und in Moskau – gering. Entsprechend wird in den meisten Märkten ein weitgehend stabiler Mietpreisverlauf erwartet“, so Alexandra Tornow, Leiterin EMEA Logistik & Industrial Research Jones Lang LaSalle.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung im englischen Original.

 

* Der Umsatz erfasst 11 europäische Märkte: Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Polen, Russland (Umsatz: nur Moskau), Spanien und Großbritannien. Die Analyse beruht auf Flächeneinheiten > 5.000 m² für Kontinentaleuropa und > 10.000 m² für Großbritannien.