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Pressemitteilung

Frankfurt

Banken stabile Nachfrager auf dem Büromarkt 

Durch Personalabbau und Technologienutzung wird die Flächennachfrage kurz- und mittelfristig aber auf einem unterdurchschnittlichen Niveau liegen


 

Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Frankfurt, 22. August 2012 - Banken und Finanzdienstleister fragen traditionell in hohem Umfang Flächen nach*. Unter den zehn nachfragestärksten Branchen ist ihre jährliche Flächennachfrage am stabilsten und damit für Vermieter und Investoren am verlässlichsten. Zwischen 2002 und 2011 lag der Flächenumsatz der Banken pro Jahr zwischen 186.000 m² (2011) und 304.000 m² (2006) – das ist die geringste Schwankungsbreite unter allen untersuchten Branchen. Das könnte sich ändern.
 
Derzeit hat die Bankenbranche in den fünf großen Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München (Big 5) etwas weniger als 150.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Eine Flächenkennziffer von 25-30 m² pro Mitarbeiter zu Grunde gelegt, ergibt dies einen belegten Büroflächenbestand von ca. 4 Mio. m². Im Zehnjahreszeitraum 2002-2011 haben die Banken in den Big 5 Anmietungen in einer Größenordnung von 2,4 Mio. m² getätigt. Damit wurden ca. 60 % des eigenen Flächenbestands „bewegt“, bislang ein sehr viel dynamischeres Verhalten als bei anderen Nutzergruppen. Aber: Sinkende Gewinne und aktuelle Kosteneinsparungsprogramme werden merkliche Auswirkungen auf die Büroimmobilienmärkte auch in Deutschland haben. Es ist zu erwarten, dass die Flächennachfrage kurz- und mittelfristig auf einem unterdurchschnittlichen Niveau liegen und es per Saldo (aus Neuabnahme und Flächenaufgaben) zu keiner positiven Flächenabsorption aus der Finanzdienstleistungsbranche kommen wird. 
 
„Darüber hinaus wird mittel- und langfristig eine spürbare Veränderung der Filialnetze der Banken zu beobachten sein. Der rasante Anstieg von Telefon-, Online- und Mobilbanking sorgt dafür, dass die meisten entwickelten Märkte in Amerika und Europa mit Bankfilialen überbesetzt sind. Auf globaler Ebene gehen wir davon aus, dass rund 50 % des bestehenden Filialnetzes in den entwickelten Ländern obsolet wird“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.
 

* U.a. zu diesem Ergebnis kommt der neueste Jones Lang LaSalle Research Newsletter zum Thema „Banken sorgen für stabile Nachfrage auf dem Büromarkt – auch in der Zukunft?“