Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Frankfurt

Umsatzanstieg im zweiten Quartal bestätigt Aufwärtstendenz - Der Wiesbadener Bürovermietungsmarkt im 1. Halbjahr 2009


 
 
Frankfurt, 03. August 2009
– Auch Hessens Landeshauptstadt hat unter der Krise zu leiden. Der Halbjahresumsatz auf dem Wiesbadener Bürovermietungsmarkt lag mit 25.600m² fast 50% unter dem fünfjährigen Durchschnittsumsatz der jeweils ersten Jahreshälften. Im zehnjährigen Vergleich beträgt der Rückgang immerhin noch 40 %. Der Quartalsumsatz April bis Juni (14.200 m²) verzeichnete hingegen mit 2 % ein leichtes Plus gegenüber dem zweiten Quartal 2008. Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2009 (11.400m²) ist sogar eine Steigerung um 25% zu notieren. „Damit wurde die Aufwärtstendenz, die wir gegenüber dem mit knapp 8.000 m² äußerst schwachen 4. Quartal 2008 im ersten Quartal 2009 gesehen haben, ein zweites Mal bestätigt. Trotz dieser erfreulichen Steigerung wird es aber schwierig, in diesem Jahr den fünf- bzw. zehnjährigen Durchschnittsumsatz von jeweils rund 80.000 m² zu erreichen. Wir gehen von einem Gesamtjahresumsatz von etwa 60.000 m² aus – entsprechend einem Minus von 25% zum langjährigen Mittel“, so Carlo Schöps, Leiter der Bürovermietung Wiesbaden / Mainz bei Jones Lang LaSalle.
 
Den größten Umsatzanteil unter den Teilmärkten verbuchte mit knapp einem Drittel erneut die Innenstadt mit 7.700 m², gefolgt von Biebrich/Schierstein/Walluf mit 5.400 m², sowie Erbenheim mit 4.800 m².  Wie schon im gesamten Jahr 2008 gab es auch im ersten Halbjahr 2009 keinen Abschluss über 3.000 m². Den größten Beitrag zum Umsatz lieferte die Größenklasse bis 500 m² – mit  40% des Flächenvolumens bzw. über 80% der Abschlüsse (bezogen auf die Anzahl).
 
56 % des Volumens wurde mit Vermietungen in hochwertigen Flächen umgesetzt, 40% in Flächen mittlerer Qualität. „Selbst in der gegenwärtigen Wirtschaftslage, in der die Unternehmen sehr vorsichtig am Markt agieren und Kosteneinsparung das Gebot der Stunde ist, erfahren veraltete Flächen demnach so gut wie keine Nachfrage mehr – da hilft auch das Argument Preis nicht“, so Carlo Schöps. Und weiter: „Ganz im Gegenteil: die Nutzer können nun auch in Wiesbaden in zunehmendem Maße von den Möglichkeiten, die ihnen durch die nachlassenden Mieten geboten werden, profitieren. Sie können dadurch qualitativ bessere Flächen in besseren Lagen zu einem günstigen Preis anmieten, möchten aber dabei zum Teil auch ihre Flächen reduzieren. Die Büronutzer haben bislang noch nicht hinreichend erkannt, welche Chancen die Krise bietet – vom Flächenwechsel zu günstigen Konditionen bis hin zur Nachverhandlung bei bestehenden Mietverträgen reicht das Spektrum der Möglichkeiten“.
 
Der Anteil erstklassiger Flächen innerhalb des Gesamtleerstandes ist dementsprechend bereits von 39% Ende 2008 auf etwa ein Drittel gesunken. Gleichzeitig kamen im ersten Halbjahr 2009 keine Flächen der A-Kategorie auf den Markt.
 
Fertig gestellt wurde 2009 lediglich der Neubau für das Polizeirevier 1 am Platz der Deutschen Einheit im ersten Quartal, sowie die Totalsanierung für das Statistische Bundesamt am Gustav-Stresemann-Ring, ein Eigennutzer-Projekt. Bei den im Bau befindlichen Flächen liegt der Teilmarkt Mainzer Straße vorne – fast 60.000m² werden hier in den Jahren 2009 und 2010 fertig gestellt. Davon ist allerdings nichts mehr für den Markt verfügbar, da es sich um vor vermietete bzw. Eigennutzerflächen handelt. Das mit rund 31.000m² zweithöchste, bereits im Bau befindliche Flächenvolumen befindet sich in der Innenstadt, bislang zu 40% vorvermietet.
 
Der Leerstand in Wiesbaden ist innerhalb der letzten 12 Monate um rund 9 %, bzw. seit Ende 2008 um 7 % auf nunmehr 188.100m² (inkl. Untermietflächen) angewachsen. Das entspricht einer Leerstandsquote von 8,4%. Die Tendenz der Leerstandsentwicklung für die nächsten Quartale weist weiter nach oben. Allein bis Ende 2010 werden nach heutigem Stand noch unvermietete Flächen in Höhe von etwa 20.000 m² auf den Markt kommen.
 
„Auch in Wiesbaden sind Incentives in Form von mietfreier Zeit oder auch Umzugs-, Ausbau und Einrichtungszuschüssen ein Thema. Der echte, harte Kampf um die Mieter wie in anderen Städten ist hier aber von Seiten der Vermieter noch nicht entbrannt“, so Schöps.
 
Die Spitzenmiete ist bereits im ersten Quartal von 13,00 Euro/m²/Monat Ende 2008 auf 12,50 Euro/m²/Monat gesunken, entsprechend dem zuletzt Anfang 2007 erzielten Niveau. Sie blieb auch von Anfang April bis Ende Juni stabil. Im zweiten Halbjahr dürften die Mietpreise gerade in den Teilmärkten unter Druck geraten, die nicht die klassischen Bürostandorte darstellen. Die gewichtete Durchschnittsmiete sank innerhalb der letzten beiden Quartale um 4 % von 9,71Euro/m²/Monat auf 9,34 Euro/m²/Monat.