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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Kostenreduktion und multifunktionale Vertriebskanäle ganz oben auf der Agenda von Supply Chain - Managern


Presseinformation [PDF]

 

London / Frankfurt, 4. September 2012 – Das „Logistik-Immobilienmarktklima“ war Gegenstand einer von Jones Lang LaSalle durchgeführten Befragung unter Supply Chain - Managern in Europa. Unter anderem wurde nach den wichtigsten Trends und den größten Herausforderungen auf dem Logistikmarkt in den nächsten fünf Jahren gefragt.
 
Als die mit Abstand wichtigsten Trends wurden genannt: 
 

  • der Druck zur Kostenreduzierung über den gesamten Wertschöpfungsprozess 
     
  • die Geschwindigkeit, in der sich die Verbrauchermärkte ändern 
      

Mit einem Anteil von 71% bzw. 61% der Antworten lagen diese beiden Themen deutlich vor der Zunahme des Internet-Handels (39%).
 
Die drei größten Herausforderungen der nächsten fünf Jahre sehen die Supply Chain Profis in:
 

  • steigenden Energie-/Transportkosten (95%),
     
  • sich wandelndem Nachfrageverhalten der Verbraucher (76%)
     
  • Verzögerungen auf den Transport-Wegen (Autobahnen, Bahn, beim Be- und Entladen in Häfen) (66%) 
     

„Der Kostendruck – weiter erhöht durch die Staatsschuldenkrise in der Eurozone – wird durch die zunehmende Globalisierung angetrieben. Unternehmen, die ihre Produktion in osteuropäische und asiatische Billiglohnländer ausgelagert haben, sind heute mit gestiegenen und volatilen Transportkosten sowie dem Risiko einer Unterbrechung der Lieferkette und Verzögerungen wegen Transportbeschränkungen konfrontiert”, so Alexandra Tornow, Leiterin Industrial & Logistik Research Jones Lang LaSalle EMEA. Darüber hinaus setze das veränderte Kaufverhalten der Verbraucher die Einzelhandelsunternehmen unter starken Druck, ihr Angebot zu differenzieren, kürzere Produkt-Lebenszyklen zu bewältigen und die Platzierung von Produkten am Markt zu beschleunigen, wozu auch ein wachsendes Home Delivery-Segment gehöre. „Diese Entwicklungen erfordern eine Neuausrichtung der bestehenden Logistik-Netzwerke, um komplexe Multi-Channel-Arbeitsabläufe erfolgreich bedienen zu können“, so Tornow.
 
Die bei der Befragung genannten Flächenanforderungen innerhalb der nächsten fünf Jahre korrespondieren in hohem Maße  mit den Trends und den Herausforderungen. Mehr als 75% der Befragten wünschen entweder Neubau- (33%) oder moderne (44%) Flächen, rund 50% der Befragten benötigen Logistikflächen mit mehr als 10.000 m². Darüber hinaus geben mehr als 50% der Befragten an, dass sie keine Mietverträge mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren abschließen wollen.  
 
Die Anforderungen der Supply Chain-Manager bestätigen die Erwartung von Jones Lang LaSalle, dass der Logistik-Immobilienmarkt, bedingt durch eine Neuausrichtung der Lieferketten, mittelfristig eine überdurchschnittliche Nachfrage nach modernen Logistik-Einheiten verzeichnen wird. Dazu gehört auch eine steigende Nachfrage nach unterschiedlichsten kleineren Logistikeinheiten wie Verteilerflächen oder Verteilerhubs für Frei-Haus-Lieferungen („Home Delivery“), kommunale Auslieferungszentren in Nachbarschaftslage und Abholzentren für Kunden am Rande von Großstädten. „Allerdings: die seit Beginn des Jahres verhaltenen bis negativen Konjunktur- und Stimmungsindikatoren könnten erst einmal dafür sorgen, dass Standort-Entscheidungen hinausgeschoben werden“, gibt Alexandra Tornow zu bedenken. Insbesondere diejenigen Märkte, in denen das verfügbare Angebot an modernen Flächen gering bleibe wie zum Beispiel in den Benelux-, den skandinavischen Ländern oder auch in UK, dürften in den nächsten Monaten im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich weniger Aktivitäten verzeichnen. Erst im Laufe des nächsten Jahres - glaubt man den jüngsten Consensus Prognosen, die derzeit von einer dann globalen Konjunkturerholung sprechen - könnte sich die latente Nachfrage nach modernen Logistik-Flächen wieder in dynamischeren Abschlussaktivitäten niederschlagen. Für eigenkapitalstarke Projektentwickler mit opportunistischer Strategie macht es durchaus Sinn, wieder zu spekulativen Projektentwicklungen zurückzukehren. „Es wäre eine Gelegenheit, die wiederkehrende Nachfrage noch vor dem Wettbewerb aufzufangen“, so Alexandra Tornow.