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Pressemitteilung

München

München „grüner” Trendsetter in Deutschland


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

München, 13. September 2012 – Zumindest auf dem gewerblichen Immobilienmarkt hat sich die bayerische Landeshauptstadt mit der Farbe „grün” angefreundet. Denn unter Deutschlands Immobilienhochburgen ist die Isar-Metropole Trendsetter in punkto „Green Buildings“. 
 
Vergleichbar den anderen deutschen Immobilienhochburgen sind in München bei angestrebten und bereits durchgeführten Zertifizierungen die Nachhaltigkeitszertifikate DGNB (25) und LEED (19) dominierend. BREEAM-zertifiziert ist ausschließlich das Munich Store in der Innenstadt. Insgesamt haben allerdings lediglich 15 Gebäude ein finales Zertifikat, der Löwenanteil mit zwei Dritteln (30 Objekte) ist vorzertifiziert bzw. registriert. 
 

Im Blick auf die Immobiliensektoren dominieren Büros mit 33 Gebäuden die „Nachhaltigkeitsszene“ an der Isar, gefolgt von sieben Handelsobjekten sowie zwei mischgenutzten Objekten. Abgeschlagen sind Wohn- und Industrie-Objekte.

„Das Thema Nachhaltigkeit hat am Münchener Immobilienmarkt ganz eindeutig an Bedeutung gewonnen“, so Ingo Weiß, Leiter Real Estate Advisory Services bei Jones Lang LaSalle. „Auch ohne Zertifikate entstehen Neubauten unter Aspekten der Nachhaltigkeit.“
 
Relevanz haben Zertifizierungen in München derzeit sowohl bei innerstädtischen Projektentwicklungen als auch in Nebenlagen. Ein Fokus liegt auf den Neubauquartieren Arnulfpark und Parkstadt Schwabing. Darüber hinaus ist ein wachsendes Interesse an Bestandszertifizierungen, insbesondere seitens der Asset Manager, erkennbar. Entsprechend wird das weltweit älteste und anzahlmäßig verbreitetste Zertifikat (BREEAM) für Bestandsimmobilien auch in Deutschland adaptiert. 
 
Erstaunlicherweise keinerlei Relevanz haben Zertifizierungen bei (banken-)finanzierten Immobilieninvestitionen. So recht angekommen ist das Thema „Nachhaltigkeit“ im Bankensektor auch in München noch nicht. Allerdings werden Zertifizierungsinhalte mehr und mehr Gegenstand mietvertraglicher Regelung. Mieter fordern vermehrt die Offenlegung von Daten bzw. die Transparenz der Asset-Qualitäten von Objekten.
 
Weiß: „Zertifikate sind zweifellos ein wichtiges Signal für potentielle Mieter und Investoren. Demzufolge werden Zertifizierungen zunehmend als Vermarktungsargument genutzt. Nach unseren Prognosen werden bis 2015 35 % der fertiggestellten Bürofläche für ein Zertifizierungsvorhaben vorgesehen.“ Bei den Fertigstellungen seit 2003 bis dato seien es lediglich 21%, im Bestand gar nur 3 %.