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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle prognostiziert stabile Ladenmieten im zweiten Halbjahr 2012

Einzelhandelsexperten untersuchen bundesweit 185 Städte – In 85 Prozent der Standorte konstante Mieten gegenüber erstem Halbjahr 2012


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Tabellarische Übersichten (XLS)

Frankfurt, 18. September 2012 - Die Mieten für Einzelhandelsflächen in den 185 wichtigsten deutschen Einkaufsstädten zeigen sich im zweiten Halbjahr 2012 gegenüber den ersten sechs Monaten nahezu unverändert. In rund 85 Prozent der untersuchten Städte verharrt die Spitzenmiete bei Neuvermietung eines 100 m²-Standardladenlokals auf dem Niveau des ersten Halbjahrs. Dies prognostiziert Jones Lang LaSalle auf der Grundlage seiner Mietpreisprognose für das zweite Halbjahr 2012.

Top 10: München und Frankfurt weiter klar in Front – Starker Mietpreisanstieg in Berlin

In den Top 10 erwartet Jones Lang LaSalle im zweiten Halbjahr 2012 gegenüber den ersten sechs Monaten überwiegend konstante Mieten. Mietpreisanstiege werden nur für Berlin und Köln prognostiziert. Dabei macht sich Berlins Dominanz als Standort für Neuanmietungen auch bei den Ladenmieten bemerkbar. Für das zweite Halbjahr erwartet Jones Lang LaSalle  in der Hauptstadt einen ungewöhnlich deutlichen Anstieg der Spitzenmiete um 30 auf bis zu 270 Euro je Quadratmeter. Berlin katapultiert sich damit in die Top 3 der teuersten Handelsstandorte. Nur in München und Frankfurt liegen die Quadratmeterpreise mit stabilen 330 bzw. 290 Euro noch höher. Alle anderen Metropolen, darunter Köln mit leichtem Aufwärtstrend, erreichen im zweiten Halbjahr stabile Mietpreise zwischen 235 und 255 Euro/m².

Top 50: Vier von fünf Städten mit konstanten Mieten gegenüber H1 2012

Die weiter gefasste Gruppe der 50 nach Miethöhe wichtigsten deutschen Handelsstandorte zeigt sich ebenfalls überwiegend stabil. Vier von fünf Städten dieser Kategorie verharren auf dem Niveau der ersten sechs Monate. In sieben Städten, neben Berlin und Köln sind dies Aachen (von 115 Euro/m² auf 120 Euro/m²), Ulm (von 105 auf 110 Euro/m²), Osnabrück (von 95 auf 100 Euro/m²), Kassel (von 90 auf 92 Euro/m²) und Paderborn (von 85 auf 90 Euro/m²) erwartet Jones Lang LaSalle im zweiten Halbjahr leicht steigende Mieten. Eine leicht rückläufige Entwicklung ist in der Top 50-Gruppe lediglich in Bochum zu erwarten. Aktuell sind dort bis zu 76 Euro/m² zu erzielen – im ersten Halbjahr lag der entsprechende Wert noch um einen Euro höher.

Ostdeutschland: Leipzig und Dresden mit stabilen Spitzenmieten

Angeführt von Leipzig (115 Euro/m²) und Dresden (110 Euro/m²) schaffen mit Rostock (95 Euro/m²), Potsdam (90 Euro/m²) und Erfurt (85 Euro/m²) insgesamt fünf Städte in Ostdeutschland den Sprung in die bundesweiten Top 50. Alle genannten Städte weisen im Verhältnis zum ersten Halbjahr konstante Mietpreise auf. Für immerhin sechs der insgesamt 25 in Ostdeutschland untersuchten Städte erwartet Jones Lang LaSalle im zweiten Halbjahr steigende Mieten. Im Einzelnen sind dies Halle (75 Euro/m²), Zwickau (52 Euro/m²), Stralsund (50 Euro/m²), Magdeburg (40 Euro/m²) sowie Neubrandenburg und Wismar (je 30 Euro/m²). Rückläufige Mieten sind in keiner der untersuchten Städte zu erwarten.

Ausblick: Mietpreisentwicklung geht von leichtem Aufwärtstrend in eine stabile Seitwärtsbewegung über

Doris von Muschwitz, Senior Executive Einzelhandelsvermietung Deutschland: „Die derzeit überwiegend konstante Entwicklung der Spitzenmieten in Deutschlands 1a-Lagen bleibt konjunkturabhängig und damit volatil. Die unsicheren Rahmenbedingungen gehen nicht spurlos am Handel vorüber und skeptische Stimmen mehren sich. Die Entscheidungsprozesse verlaufen langsamer und bei Gesprächen mit Mietinteressenten schwingen vermehrt Sorgen um künftige Umsatzrückgänge mit. Noch macht sich dies nicht in einer abnehmenden Flächennachfrage und rückläufigen Mieten bemerkbar. Allerdings hat sich der Anstieg der Ladenmieten seit dem ersten Halbjahr 2011 schrittweise verringert. Mit Blick auf die vergangenen vier Halbjahre bewegen wir uns von einem leichten Aufwärtstrend in Richtung einer stabilen Seitwärtsbewegung. Vorerst sind wir bei allen Unwägbarkeiten auch für das zweite Halbjahr zuversichtlich.“​