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Pressemitteilung

Berlin

Gute Laune in der Hauptstadt - Starkes drittes Quartal im Vermietungs- und Investmentmarkt, Dreivierteljahr überdurchschnittlich


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Berlin, 4. Oktober 2012 - Auch das 3. Quartal 2012 auf dem Berliner Vermietungsmarkt zeigt mit einem Umsatz von knapp 129.000 m² ein respektables Ergebnis, liegt im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum sogar leicht über dem Volumen des Vorjahres. Insgesamt addiert sich das Dreivierteljahresvolumen 2012  auf  rund  400.000 m² und erreicht damit das Niveau von 2011. Der 5-Jahresschnitt (jeweils bezogen auf Q 1- Q 3) ist um 15 % überschritten.
 
Durch allein sechs Anmietungen an verschiedenen Standorten im Osten der Stadt mit insgesamt 65.000 m² sorgte der Internet-Händler Zalando für die Poleposition des Handels in der Branchenstatistik der ersten neun Monate, gefolgt von der Öffentlichen Verwaltung auf Platz zwei der Startreihe vor der finalen Quartalsrunde 2012. 
 
Auf Basis einer gut gefüllten Umsatzpipeline – allein rund 60.000 m² können bereits jetzt als sicher gelten, darunter ca. 24.000 m² durch PwC am Humboldthafen, deren Mietvertrag wirksam wird, sobald die Baugenehmigung erteilt ist – dürfte ein Gesamtjahresvolumen in 2012 nur leicht unter Vorjahresniveau (543.000 m²) erreicht werden. Sowohl der 5- (347.000 m²) als auch der 10-Jahresschnitt (332.000m²) wird deutlich überboten werden.
 
Vor dem Hintergrund der robusten Umsatzentwicklung und einem mit rund 74.000 m² immer noch relativ niedrigen Fertigstellungsvolumen zeigt die Leerstandsquote im Jahresvergleich und gegenüber dem Vorquartal mit 8,4 % eine rückläufige Tendenz. In den nächsten drei Monaten wird insbesondere in den 1A-Teilmärkten ein weiterhin sinkender Leerstand zu beobachten sein. Die Spitzenmiete ist bei 22 Euro/m²/Monat stabil geblieben. Die meisten Mietverträge wurden bis dato zwischen 10 und 15 Euro/m² abgeschlossen. „Wegen einer Verknappung von hochwertigen, größeren zusammenhängenden Flächen steht der Mietpreis in guten Lagen unter Druck und könnte leicht ansteigen. In Folge dessen werden derzeit wieder, wenn auch noch zurückhaltend, spekulative Entwicklungen gestartet“, so Jan Hübler, Senior Executive Tenant Representation Berlin.
 
Noch mehr Laune macht das Transaktionsvolumen in der Hauptstadt. Objekte für insgesamt  rund 900 Mio. Euro haben die Marktakteure zwischen Juli und Ende September ge- und verkauft und damit fast so viel wie in den ersten beiden Quartalen des Jahres zusammen investiert (Q 1: 475 Mio. Euro; Q 2: 500 Mio. Euro). Das dritte Quartal 2012 ist das beste Dreimonatsergebnis seit fast fünf Jahren. Damit addiert sich das Transaktionsvolumen für die ersten neun Monate 2012 auf knapp 1,9 Mrd. Euro – ein starkes Ergebnis sowohl im Jahres- (+38%) als auch im 5-Jahresvergleich (+28%).
 
Mit Investments von nicht ganz 1,3 Mrd. Euro in Büroimmobilien dominiert diese Assetklasse eindeutig das Geschehen im gesamten Dreivierteljahr (Q 1- Q 3 2011: 410 Mio. Euro). Einzelhandelsimmobilien wurden in einer Größenordnung von 300 Mio. Euro gehandelt (Q 1 –Q 3 2011: 510 Mio. Euro).
 
Aufgrund der guten Nachfrage nach erstklassigen Produkten in den Top-Lagen von Berlin war ein Rückgang der Spitzenrenditen für innerstädtische Geschäftshäuser um 10 Basispunkte auf 4,5% zu beobachten. Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien (4,95%), Logistikimmobilien (7,25%) und auch Shopping Center (5%) blieben im 3. Quartal stabil.
 
„Aufgrund des hohen Renditeabstands zwischen erstklassigen Immobilien in Top-Lagen und den langfristigen Schuldtiteln des Bundes werden institutionelle Investoren ihre Immobilienquote weiter erhöhen, die Nachfrage nach Core-Objekten bleibt damit konstant auf hohem Niveau“, so Alexander Kropf, Leiter Büroinvestment Jones Lang LaSalle Berlin. „Als Folge des begrenzten Angebots werden wir eine weitere Nachfragesteigerung bei Core + und Value Add Objekten sehen. Insgesamt gehen wir für das letzte Quartal von einem weiter lebhaften Investitionsgeschehen aus.“