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Pressemitteilung

Düsseldorf

Schwächeln am Niederrhein - Verhaltene Dynamik auf dem Düsseldorfer Vermietungs- und Investmentmarkt nach neun Monaten 2012


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Düsseldorf, 4. Oktober 2012 – Die Immobilienmärkte der Niederrheinmetropole bilanzieren nach einem Dreivierteljahr 2012 eher schwach. Sowohl vermietungs- als auch investmentseitig ist die Dynamik eher verhalten. Das 3. Quartal 2012 ist für den Düsseldorfer Vermietungsmarkt mit einem Umsatz von rund 68.000 m² denn auch das schwächste Quartal seit Anfang 2011.  Das Volumen liegt ein Drittel unter dem Vergleichszeitraum des  Vorjahres. Insgesamt addiert sich der Dreivierteljahresumsatz auf knapp 236.000 m², entsprechend einem Minus von 22 % im Jahresvergleich. Auch der  5- Jahresschnitt ist deutlich unterschritten (- 21 %).  Alle Größenkategorien sind von diesem Rückgang betroffen, genauso wie die Anzahl der Mietvertragsabschlüsse. Im kleinen Flächensegment bis  500 m² brachen sie um etwa 30 % ein. Vor diesem Hintergrund wird der Rückgang des Gesamtjahresumsatzes gegenüber 2011 ebenfalls zweistellig ausfallen, „bestenfalls“ minus 14 % und damit auf 10-Jahresniveau (340.000 m²). Nicht auszuschließen sind aber auch höhere Einbußen.
 
„Großmieter,  beispielweise aus der Industrie oder Beratungsgesellschaften, haben den Markt intensiv geprüft, aber ihre Gesuche überraschend zurückgezogen“, so Marcel Abel, Niederlassungsleiter Jones Lang LaSalle Düsseldorf und zuständig für Bürovermietung. Deren Motiv für die Suche nach anderen Flächen sei Effizienzsteigerung, also bessere und meist kleinere Flächen, was aber nicht ohne höheren Quadratmeterpreis zu machen sei. „Vor dem Hintergrund einer  möglicherweise rückläufigen oder stagnierenden Wirtschaftsentwicklung werden solche Entscheidungen gerne vertagt“, meint Abel. Und weiter: „Auf der anderen Seite werden die Bestandsvermieter von der Sorge gesteuert, beim insgesamt hohen Leerstand und den vielen guten Neubauten keine Chance zu haben. Deshalb greifen sie oft aus Not zum einfachsten Mittel - und das gilt für Vermieter von  Premiumgebäuden genauso wie für Eigentümer von eher durchschnittlichen Objekten: sie unterbreiten ihren Mietern schlussendlich ein sehr gutes Prolongationsangebot.“
 
Die Leerstandsquote ist mit 11,3 % gegenüber dem Vorquartal stabil geblieben – trotz der schwachen Umsatzleistung. Günstig wirkte sich das mit rund 32.000 m² niedrige Fertigstellungsvolumen aus. Bis Ende des Jahres dürfte allerdings ein leichter Anstieg zu notieren sein, da in größerem Umfang Flächen auf den Markt kommen. Die 12 %-Marke wird aber noch nicht überschritten.
 
Die Spitzenmiete zeigt sich - nach einem Anstieg von 4% im ersten Halbjahr - im dritten Quartal stabil. Sie liegt bei 25,00 Euro/m²/Monat – Tendenz bis Ende des Jahres leicht steigend. Die meisten Mietverträge wurden zwischen 12,00 Euro und 15,00 Euro/m²/Monat  abgeschlossen.

Auch wenn das dritte Quartal für den Düsseldorfer Investmentmarkt das stärkste war mit einem Transaktionsvolumen von 200 Mio. Euro, bleibt auch für diesen Bereich insgesamt ein schwaches Ergebnis zu notieren: mit 500 Mio. Euro in den ersten neun Monaten schlägt ein Minus von 30% im Jahresvergleich zu Buche, mit einem Minus von 47% noch höher fällt der Vergleich mit dem 5-Jahresschnitt aus (Q1 – Q3).
 
„Das dritte Quartal ist dominiert von Transaktionen in die Assetklasse Büroimmobilie, während im ersten Halbjahr 2012 insbesondere Grundstückskäufe und Wohnimmobilien im Vordergrund  standen“, so Achim Birken, Leiter Büroinvestment Jones Lang LaSalle Düsseldorf. Damit erhöhte sich ihr Dreivierteljahresanteil auf 52 %, gefolgt von Grundstückskäufen (28%) und gemischt genutzten Immobilien (11%). Vor einem Jahr hatten Einzelhandelsimmobilien mit 290 Mio. Euro immerhin einen Anteil von 40%.  Birken weiter: „Internationale Investoren scheinen nunmehr Nägel mit Köpfen zu machen und aus der Marktbeobachtung in die direkte Transaktion als Käufer einzusteigen. Aufgrund einer Vielzahl von Transaktionen, die auf der Zielgerade sind, könnte ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau durchaus noch im Rahmen des Möglichen sein“.
 
Die Spitzenrenditen blieben im 3. Quartal für alle Nutzungsarten stabil. Für Büroimmobilien bewegten sie sich bei 4,7%, Logistikimmobilien lagen bei 6,7%, im Retailbereich kamen Shopping Center Objekte auf  5,0% und innerstädtische Geschäftshäuser auf 4,1%.