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Pressemitteilung

Köln

Kölner Gewerbeimmobilienmarkt: Kurze Angebotsdecke -Vermietungs- und Investmentmarkt schwächer als im Vorjahr


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Köln, 4. Oktober 2012 – Die Angebotsdecke auf den Immobilienmärkten der Domstadt ist vermietungs- genauso wie investmentseitig zu kurz. Nachfragen können in marktrelevanten Bereichen nicht gedeckt werden. So ist denn auch das 3. Quartal 2012 für den Kölner Vermietungsmarkt mit rund 47.000 m²  das schwächste im laufenden Jahr und liegt hinter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 22% zurück. Insgesamt addiert sich das Dreivierteljahresvolumen damit auf 193.000 m², ein Minus von 24% gegenüber dem Dreivierteljahr 2011 – allerdings bei einer gleichzeitigen Zunahme der Anzahl der Vertragsabschlüsse (+ 16 %).  Der Rückgang beim Flächenvolumen überrascht nicht. Bis dato weisen die beiden größten Deals im laufenden Jahr lediglich 8.500 m² bzw. 8.400 m² auf, wohingegen im gleichen Zeitraum 2011  zwei außergewöhnlich hohe Umsätze realisiert wurden, die RheinEnergie AG als Eigennutzer mit 45.000 m² und eine Anmietung durch Lanxess mit 38.000 m². „Der 10-Jahresdurchschnitt von 230.000 m² wird 2012 übertroffen. Ob noch ein höheres Ergebnis zu erreichen ist, hängt davon ab, ob  es in den letzten drei Monaten zu mehr Abschlüssen zwischen 1.500 und 3.000 m² kommt“, so Thomas Borchert, Leiter Bürovermietung Jones Lang LaSalle Köln. Und weiter: „Es stehen allerdings sehr wenige Top-Objekte zur kurzfristigen Anmietung zur Verfügung. Dies führt dazu, dass bei der Nachfrage keine rechte Dynamik aufkommen will, wie es etwa bei der Entwicklung des Rheinauhafens der Fall war. Außergewöhnliche Immobilienangebote beleben eben die Nachfrage, und ein Mangel daran bewirkt das Gegenteil.“
 
Nicht zuletzt des niedrigen Fertigstellungsvolumens wegen (Q 3: 21.000 m²) ist die Leerstandsquote  rückläufig und liegt Ende September bei 8,0 %. Diese Bewegung nach unten dürfte sich auch in den letzten drei Monaten fortsetzen. 
 
Nach einem Anstieg im zweiten Quartal hat sich der Spitzenmietpreis stabil gehalten und liegt bei  22,00 Euro/m²/Monat. Daran wird sich auch bis Ende des Jahres nichts ändern. Die Mehrheit der Mietverträge wurde zwischen 10,00 Euro und 15,00 Euro abgeschlossen.
 

Das Transaktionsvolumen in Köln hat sich eine gewisse Dynamik erhalten. Insgesamt 220 Mio. Euro haben die Marktakteure im 3. Quartal investiert, deutlich mehr als in den ersten beiden Quartalen des Jahres (Q1: 150 Mio. Euro, Q2: 200 Mio. Euro). Damit addiert sich das Transaktionsvolumen für die ersten neun Monate 2012 auf 570 Mio. Euro – ein Ergebnis, das ein Viertel unter dem des Vorjahres liegt. Für das Gesamtjahr werden 820 Mio. Euro erwartet, entsprechend einem Rückgang von 22 % gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt.
 
Die beiden größten Transaktionen waren die Übernahme der Anteile vom Miteigentümer Frankonia Eurobau am Kölner Großprojekt Gerling-Quartier (Mischnutzung Büro und Wohnen) durch Immofinanz, sowie der Verkauf der Opernpassagen. Dennoch entfällt für den gesamten Dreivierteljahreszeitraum auf die Assetklasse Büro mit einem investierten Volumen von 180 Mio. Euro der größte Anteil (32%), gefolgt von Einzelhandelsimmobilien (150 Mio. Euro, 26%). 
 
„Der Investmentmarkt hat im dritten Quartal verhalten Fahrt aufgenommen und dokumentiert, dass großvolumige Transaktionen in der Domstadt durchaus möglich sind“, so Birgit Lenzen, Leiterin Büroinvestment Jones Lang LaSalle Köln. Lenzen weiter: „Allerdings bestätigt auch hier die Ausnahme die Regel. Denn der Kölner Investmentmarkt ist generell von kleinvolumigen Transaktionen gekennzeichnet. Die hohe Nachfrage nach Core-Investments insbesondere im Bereich von Transaktionen mit einem Volumen über 20 Mio. kann allerdings nach wie vor mangels Produktknappheit nicht ausreichend bedient werden.“
 
Die Spitzenrenditen auf dem Kölner Investmentmarkt blieben im 3. Quartal stabil. Für Büroimmobilien bewegten sie sich bei 5,2%, Logistikimmobilien lagen bei 6,9%.  Shopping Center Objekte kamen auf  5,0% und für innerstädtische Geschäftshäuser wurden 4,15% notiert.