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Pressemitteilung

Stuttgart

Stuttgarter Gewerbeimmobilienmarkt: Vermietungsseitig auf Normalniveau, in punkto Investments Richtung Bestmarke


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Stuttgart, 4. Oktober 2012 – Anders als der Neckar, dessen Wasserstände zwar wechseln, der zu einem bestimmten Zeitpunkt aber immer nur ein Niveau haben kann, sind die Immobilienmärkte der Schwabenmetropole derzeit auf höchst unterschiedlichen Niveaus unterwegs - vermietungsseitig auf Normalniveau, in punkto Investments aber Richtung Bestmarke. Das  3. Quartal 2012 liegt auf dem Stuttgarter Vermietungsmarkt mit rund 44.000 m² zwar gleichauf mit dem 2. Quartal, bilanziert gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres allerdings um 42 % niedriger. Auch die Anzahl der Abschlüsse war deutlich geringer. Insgesamt addiert sich das Dreivierteljahresvolumen damit auf 157.100 m², ein Minus von 22 % im Jahresvergleich. „Das überrascht deswegen nicht, weil das Vorjahr mit einem Rekordergebnis glänzen konnte. Der 4-Jahresschnitt hingegen ist mit 8 % nach neun Monaten leicht übertroffen“, so Alexander Veiel, Niederlassungsleiter Jones Lang LaSalle Stuttgart. Veiel weiter: „Für das gesamte Jahr 2012 rechnen wir mit einem Umsatz von deutlich über  200.000 m², ein Volumen, das dann zwischen 12 und 15% über dem 5-Jahresschnitt von 197.000 m² liegen würde.“
 
Vor dem Hintergrund der Umsatzentwicklung bei gleichzeitig ausgebliebenen Fertigstellungen im aktuellen Quartal ist die Leerstandsquote gegenüber dem Vorquartal unverändert bei 5,7 % geblieben. In den nächsten drei Monaten dürfte noch ein leichter Rückgang zu beobachten sein. 
 
Nicht anders zu erwarten war die stabile Entwicklung bei den Mieten. Der Spitzenmietpreis bewegt sich bei 18,50 Euro/m²/Monat, daran wird sich auch bis Ende des Jahres nichts ändern. Die meisten Mietverträge wurden zwischen 10,00 Euro und 15,00 Euro abgeschlossen. 
 
„Merkliche Abkühlung bei Neuabschlüssen und Anfragen nach Mietfläche kennzeichnen das dritte Quartal 2012. Die Entscheidungen über die Anmietung von neuen Flächen werden genau abgewogen und ziehen sich deshalb in die Länge. Teilweise werden Expansionen oder Neuanmietungen zurückgestellt. Da noch einige vakante große Abschlüsse in der Pipeline sind, hoffen wir auf einen guten Endspurt im letzten Quartal“, so Veiel
 
Der Investmentmarkt in Stuttgart bilanziert im dritten Quartal sehr stark. Insgesamt 440 Mio. Euro haben die Marktakteure investiert, im Jahresvergleich mehr als eine Verdreifachung. Die alles überragende Transaktion war der Kauf des Shopping Centers Milaneo für rund 400 Mio. Euro, deutschlandweit die größte Transaktion im dritten Quartal.
 
Damit addiert sich das Transaktionsvolumen in den ersten neun Monaten 2012 auf gut 850 Mio. Euro. „Das ist ein mehr als erfreuliches Ergebnis, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum und ebenfalls dreimal so viel wie im 5-Jahres-Schnitt der ersten drei Quartale“, kommentiert Veiel. Weitere große Verkäufe seien noch in der Pipeline. „2012 kann mit hoher Wahrscheinlichkeit an die Rekordjahre 2006 und 2007 anknüpfen. Auch über das Jahr 2012 hinaus rechnen wir mit einem sehr ordentlichen Transaktionsvolumen, da die ungebremste Nachfrage nach Core Immobilien durch einige im Bau befindliche Projekte zumindest teilweise befriedigt werden kann. Außerdem werden auch Bestandsimmobilien durch gute Vermietungsleistungen zu verkaufsfähigen Produkten“, so Veiel
 
Wegen der Milaneo-Transaktion entfiel mit ca. 400 Mio. Euro der Löwenanteil auf die Assetklasse Einzelhandel, gefolgt von ca. 200 Mio. Euro für Bürogebäude und 180 Mio. Euro für gemischt genutzte Immobilien. Im Vorjahreszeitraum kam keine einzige Nutzungsart auf ein dreistelliges Millionenergebnis.
 
Aufgrund der guten Nachfrage nach erstklassigen Produkten in den Top-Lagen von Stuttgart war ein Rückgang der Spitzenrenditen um 15 Basispunkte auf 4,80 % bei Büroimmobilien zu beobachten. Für andere Anlageklassen blieben die Spitzenrenditen stabil und bewegten sich bei 5,00% für Shopping Center, bei 4,25% für innerstädtische Geschäftshäuser und bei 7,25% für Logistikimmobilien.