Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

München

Bilanz an der Isar - Investments und Vermietungen zum Dreivierteljahr im Langfristvergleich überdurchschnittlich


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

München, 4. Oktober 2012 – Überdurchschnittlich im Langfristvergleich präsentieren sich die Immobilienmärkte der Bajuwarenmetropole zum Dreivierteljahr 2012 – mit einem kleinen Makel im Vermietungsgeschäft. So ist das 3. Quartal 2012  für den Münchener Vermietungsmarkt mit rund 204.000 m² zwar das stärkste Quartal im laufenden Jahr. Dennoch schlägt im Jahresvergleich ein Minus von 12 % zu Buche. Ähnliches gilt auch für das Dreivierteljahresvolumen, das sich auf rund 540.000 m² addiert. Und trotzdem bleibt 2012 ein überdurchschnittlich gutes Jahr: immerhin wurde der 10-Jahresschnitt (Q1 –Q 3) um 15% übertroffen. „Obwohl Großgesuche rückläufig sind, weil  Großnutzer eher ihre Mietverträge in Bestandsobjekten verlängern, erwarten wir bis Jahresende immer noch ein Gesamtergebnis von rund 700.000m²“, so Petra Bolthausen, Leiterin Bürovermietung Jones Lang LaSalle München. Der Umsatz läge zwar 21% unter dem Vorjahresergebnis, aber 10% über dem 10-Jahresschnitt. „Es ist davon auszugehen, dass  im kommenden Jahr die Entscheidungsprozesse für Neuanmietungen mehr Zeit in Anspruch nehmen werden. Großnutzer werden sich verstärkt überlegen, ob Umzug oder Verbleib die richtige Strategie ist“, so die Vermietungsexpertin.
 
Die gute Umsatzentwicklung im dritten Quartal, gepaart mit einem niedrigen Fertigstellungsvolumen von 25.000 m², hat  für eine rückläufige Leerstandsquote gesorgt. 8,6 % bedeuten ein Minus von 1,5%-Punkten im Jahresvergleich, - 0,3%-Punkte sind es über die letzten drei Monate hinweg. Tendenz: weiter abnehmend. Im Central Business District (CBD) innerhalb des Altstadtrings ist das Angebot äußerst knapp, die Leerstandsquote beträgt dort sogar nur 2,6%. Zusammenhängende Flächen ab 2.000m² sind im CBD Mangelware. Wegen dieser  Knappheit an erstklassigen Büroimmobilien in 1A-Standorten hat die Spitzenmiete um 1,7 % auf 30,50 Euro/m²/Monat zugelegt und dürfte dafür sorgen, dass Nutzer solcher Objekte in entsprechenden Lagen noch einmal 50 Cent/m²/Monat mehr zahlen müssen. Die meisten Mietverträge wurden zwischen 12,00  und 14,00 Euro/m²/Monat abgeschlossen.
 
Der Münchener Investmentmarkt bleibt agil. Für insgesamt rund 800 Mio. Euro haben die Marktakteure im 3. Quartal Objekte ge- und verkauft, das bewegt sich in der Mitte der beiden Vorquartalsvolumina. Damit addieren sich die Transaktionen für die ersten neun Monate 2012 auf    2,4 Mrd. Euro – ein sehr erfreuliches Ergebnis sowohl im Jahres- (+42%), als auch im 5-Jahres- (Q 1- Q3) -Vergleich (+77%). In keiner anderen deutschen Stadt floss im ersten Dreivierteljahr 2012 mehr Kapital in Gewerbeimmobilien. Mit deutlichem Abstand auf Platz 2 folgt Berlin mit knapp 1,9 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2012 wird ein Transaktionsvolumen in der bayerischen Immobilienhochburg von 3 Mrd. Euro erwartet, entsprechend 48 % über dem Fünfjahresschnitt. 
 
„Die Nachfrage im Core plus Segment ist auch in München tendenziell besser als in 2011, aber noch nicht ausreichend. Trotzdem hat sich die Risikobereitschaft der Investoren signifikant erhöht und zwar am anderen Extrem der Risikoskala. Das opportunistische Segment war Core ebenbürtig“, so Marcus Lütgering, Leiter Büroinvestment Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „13 % des Risikokapitals sind in Projekte geflossen, bei denen Gewerbegebäude zu Wohnimmobilien konvertiert werden sollen“. So plant beispielsweise die Patrizia Immobilien AG auf dem gerade von der Siemens Real Estate erworbenen,  65.000 m² großen Grundstück im Münchener Stadtteil Obersendling nach Ablauf der Mietverträge in den dortigen Büroflächen die Entwicklung eines Wohngebiets. „Der Verkaufsprozess eines der letzten großen Entwicklungsgrundstücke in München konnte innerhalb von nur drei Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Jones Lang LaSalle hatte Siemens Real Estate bei dieser Transaktion beraten“, so Lütgering.
 
Während in 2011 in den ersten neun Monaten ein recht ausgewogenes Verhältnis zwischen Transaktionen in Büro- und Einzelhandelsimmobilien herrschte, dominiert im laufenden Jahr mit 1,8 Mrd. Euro eindeutig die Assetklasse Büro (EZH-Objekte: 250 Mio. Euro).
 
Die Spitzenrenditen blieben im 3. Quartal stabil. Für Büroimmobilien bewegten sie sich bei 4,5%, Logistikimmobilien lagen bei 6,7%. Im Retailbereich kommen Shopping Center Objekte 5,0%, für innerstädtische Geschäftshäuser sind 3,7% zu notieren.