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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutscher Lager-/Logistikflächenmarkt bleibt in guter Verfassung


Presseinformation inklusive Übersichtstabellen [PDF]

 

  • Umsatz bei Lager-/Logistikflächen im Dreivierteljahr mit 3,6 Mio. m² zwar 14 % unter dem Volumen des Rekordjahres 2011, 5-Jahresschnit aber um 16 % übertroffen
     
  • In den Big 5 Ballungsräumen trotz des bislang stärksten Quartals (Q 3: knapp 500.000 m²) beim Dreivierteljahresvolumen Rückgang deutlicher
     
  • Außerhalb der Big 5 Ballungsräume Umsatz des Vorjahres nur leicht verfehlt -  Ruhrgebiet, Nürnberg, Rhein-Neckar regional vorn
     
  • Spitzenmiete bleibt stabil, Durchschnittsmiete seit Jahresbeginn leicht steigend
 
 
Frankfurt, 26. Oktober 2012 – In den ersten neun Monaten 2012 wurde auf dem deutschen Lager- und Logistikflächenmarkt ein Flächenumsatz (Eigennutzer und Vermietungen) von insgesamt 3,6 Mio. m² registriert, damit 14 % weniger als im Dreivierteljahreszeitraum des Rekordjahres 2011 (Q1 - Q3 2011: 4,2 Mio. m²). Der Vergleich mit dem 5-Jahres-Durchschnitt (Q 1-Q 3) macht aber deutlich, welcher Stellenwert 2012 gebührt: „Mit einem Plus von 16 % bleibt der deutsche Lager-/Logistikmarkt in guter Verfassung. Bislang trotzt er den konjunkturellen Unsicherheiten“, so Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland. Zwar bleibe Ende 2012 das Vorjahresergebnis von über 5,8 Mio. m² außer Reichweite. Die für die nächsten drei Monate erwarteten Aktivitäten, nicht zuletzt einige Investitionsvorhaben von Eigennutzern, die noch bis Ende des Jahres begonnen werden, werden für Flächenumsätze über dem Niveau von 2010 sorgen. „Wir gehen davon aus, dass sich das Umsatzvolumen Ende 2012 bei ca. 4,6 – 4,8 Mio. m² einpendeln wird, damit immerhin auf Platz 2 in der Bilanz der letzten fünf Jahre“, so Koepke.
 
Die Umsatzaktivitäten zeigen bei differenzierter Betrachtung folgendes Bild: Während die Eigennutzerumsätze bundesweit sowie die Umsätze (Eigennutzer und Vermietungen) in den Regionen außerhalb der Big 5 in etwa stabil geblieben sind, lagen die reinen Vermietungen bundesweit gegenüber dem Vorjahr mit 19 % im Minus. Auch die Big 5-Ballungsräume (Eigennutzer und Vermietungen) zeigen einen Rückgang - gegenüber einem allerdings extrem starken Umsatz im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 

 
Starkes drittes Quartal in den Big 5 - Ballungsräumen 
 
Mit knapp einer halben Mio. m² ist das dritte Quartal in den Big5-Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt inkl. Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München) das bis dato umsatzstärkste des Jahres. Fünf der acht Deals ab 20.000 m² in 2012 wurden allein von Juli bis September abgeschlossen, u.a. die Anmietungen des Outsourcing-Dienstleisters Arvato (26.300 m² in der Region Hamburg) und der Drogeriemarktkette Dirk Rossmann GmbH über 22.000 m² in der Region Berlin sowie der Eigennutzer-Deal von Trans Service Team Logistic-Systems mit rund 25.000 m² in Biebesheim (Region Frankfurt). 
 
Insgesamt wurden in den Big 5 - Ballungsräumen in den ersten drei Quartalen 2012 rund 1,3 Mio. m² und damit 28 % weniger als im Vergleichszeitraum 2011 umgesetzt. Im 5-Jahresschnitt ist ein Umsatzplus von 5 % zu verzeichnen. Vom dem Rückgang sind Vermietungs- und Eigennutzerumsätze gleichermaßen betroffen. Noch stärker (-35 %) ist im Jahresvergleich das durch großflächige Anmietungen ab 5.000 m² umgesetzte Volumen zurückgegangen. Vielerorts können Flächenanfragen – gerade in dieser Größenordnung – aufgrund des mangelnden Angebotes nicht bedient werden.
 
Alle Big 5 - Ballungsräume verbuchten im Dreivierteljahreszeitraum einen Rückgang im zweistelligen Prozentbereich, am niedrigsten in der Region Berlin mit -12%, am höchsten in den Regionen Düsseldorf und München mit -34% bzw. -35%. 
 
Rund 40 % des in den Big 5 umgesetzten Volumens entfiel auf Unternehmen aus dem Bereich Transport/Verkehr/Lagerhaltung, Industrie- und Handelsunternehmen folgen mit 22% bzw. 23%. Bezogen auf die Umsätze ab 5.000 m² liegt der Anteil der erstplatzierten Branche bei fast 50%.
 
Die Spitzenmiete für Lagerflächen ab 5.000 m² blieb im den ersten neun Monaten in allen betrachteten Big 5-Ballungsräumen stabil, am höchsten in den Regionen München (6,30 Euro/m²/Monat) und Frankfurt (6,00 Euro/m²/Monat), am niedrigsten mit 4,70 Euro/m²/Monat in der Region Berlin. „Auch zum Jahresende erwarten wir eine stabile Entwicklung bei den Spitzenmieten, Incentives werden leichte Rückgänge zu notieren haben“, so Koepke. Im Unterschied dazu sind die Durchschnittsmieten seit Ende 2011 leicht gestiegen. Ende September lag sie in den Big 5 über alle Flächengrößen hinweg bei 4,38 Euro/m²/Monat, regional differenziert zwischen 3,58 Euro/m²/Monat in der Region Berlin und 5,79 Euro/m²/Monat in der Region München. Bei Flächen ab 5.000 m² liegt der Durchschnittswert bei 4,13 Euro/m²/Monat und ist damit seit Ende 2011 leicht gestiegen (+2%). Auch in diesem Segment werden die höchsten Durchschnittsmieten in der Region München (5,78 Euro/m²/Monat) verzeichnet, die niedrigsten in der Region Berlin (3,48 Euro/m²/Monat).  

 
Umsatz außerhalb der Big 5 - Ballungsräume auf gutem Niveau 
 
Der Umsatz außerhalb der Big 5 - Ballungsräume* hat nach neun Monaten mit insgesamt 2,3 Mio. m² den Vorjahreswert nur minimal verfehlt (-3 %), der 5-Jahresschnitt wurde um 24 % überschritten. Dabei zeigten sich die Vermietungsumsätze im Jahresvergleich leicht im Minus (- 9%),
bei den Eigennutzern wurde ein Plus von 4% registriert. Das Ruhrgebiet verbuchte in den ersten drei Quartalen mit rund 300.000 m² die höchsten Umsätze, gefolgt von den Regionen Nürnberg (ca. 230.000 m²) und Rhein-Neckar (178.000 m²). Ebenfalls über 100.000 m² erreichen die Regionen Bremen, Stuttgart/Heilbronn, Erfurt und Hannover.
Auch außerhalb der Big 5 - Ballungsräume entfällt der größte Teil des Umsatzvolumens auf Unternehmen aus der Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung (knapp 50%), die restlichen 50 % zu etwa gleichen Teilen auf Industrie- und Handelsunternehmen. Der Internethändler Zalando zeichnete mit rund 75.000 m² in Mönchengladbach bundesweit für die größte Anmietung der ersten neun Monate 2012 verantwortlich.
 
„Der Trend schwächerer Vermietungsmärkte gegenüber den Eigennutzer-Umsätzen wird sich fortsetzen. Flächen zur Anmietung sind knapp, konjunkturelle Unsicherheiten könnten zunehmen mit verzögerten Anmietungsentscheidungen in der Folge. Zudem wird kaum spekulativ gebaut, die Flächenverfügbarkeit bliebt auf frei werdende Räumlichkeiten beschränkt“, so Koepke.

 
* in diesen Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein