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Pressemitteilung

Frankfurt

Logistikmarkt Region Frankfurt: 2012 wird Topjahr im langfristigen Vergleich

Noch große Eigennutzungen erwartet


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

 

Frankfurt, 2. November 2012 – Das in 2012 bislang stärkste Quartal (Q 3: 124.000 m², entsprechend + 7 % gegenüber Q 3 2011) hat das Dreivierteljahres-Umsatzvolumen auf dem Logistikmarkt der Region Frankfurt* auf rund 300.000 m² ansteigen lassen. Die Abschlüsse in der Größenklasse unter 5.000 m² trugen dabei mit knapp 40 % genauso stark zum Umsatzvolumen bei, wie das Größensegment ab 10.000 m². 2011 lag zu diesem Zeitpunkt das Verhältnis dieser beiden Größenklassen bei 27 % zu 46 %. 
 
Der Rückgang des gesamten Umsatzvolumens gegenüber dem Vergleichszeitraum  im Vorjahr, immerhin ein Drittel, basiert auf weniger Abschlüssen jenseits der 10.000 m². Im Vorjahr waren es acht mit einem Volumen von 185.000 m², im laufenden Jahr sechs mit insgesamt 119.000 m². Im langjährigen Vergleich zeigt sich aber die statistische Einordnung von 2012: bereits nach neun Monaten ist der durchschnittliche 12-Monatsumsatz der letzten 10 Jahre um 5% übertroffen, ein Plus von 40 % ist beim Dreivierteljahresumsatz seit 2002 zu notieren. „Bis Ende des Jahres wird es noch den einen oder anderen Großabschluss von Eigennutzern geben. Dazu gehören die angekündigten Baustarts von REWE in Neu-Isenburg mit rund 60.000 m², Lidl in Butzbach mit rund 42.000 m² und einem Paketdienstleister am Standort Obertshausen mit rund 40.000 m². Diese großflächigen Eigennutzerumsätze werden die Treiber für ein Ergebnis von um die 500.000 m² sein“, so Marc Snehotta, bei Jones Lang LaSalle Leiter Logistikimmobilien Rhein-Main. Klar sei heute schon: 2012 wird nach dem Rekordjahr 2011 das deutlich zweitstärkste Jahr innerhalb der letzten zehn Jahre.  
 
Ein Blick auf das Verhältnis von Vermietungen und Eigennutzungen macht eine Veränderung in den letzten Jahren deutlich: der Anteil der Eigennutzungen hat 2011 und 2012 bemerkenswert zugelegt. In den ersten drei Quartalen machten solche Abschlüsse jeweils zwischen einem Fünftel und einem Viertel des Gesamtvolumens aus. „Das Volumen der Eigennutzungen wird bis Ende des Jahres noch weiter steigen“, so die Einschätzung Snehottas. Der Trend setze sich fort, dass kapitalstarke Handelsunternehmen und Logistikkonzerne angesichts voller Kassen und niedriger Zinsen selber bauen.  
 
Das Fertigstellungsvolumen hat im dritten Quartal 2012 ein „Zwischentief“ erreicht. Mit 18.500 m² war das Eigennutzerprojekt der Rewe Food Service in Riedstadt das einzige Projekt, verfügbare Neubauflächen kamen nicht auf den Markt. Das wird sich auch nicht mit den derzeit im Bau befindlichen Projekten ändern: die Flächen stehen dem Markt nicht zur Verfügung.
 
Für das gesamte Dreivierteljahr lag das Fertigstellungsvolumen mit ca. 103.000 m² zwar fünfmal so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, aber lediglich 17.000 m² waren zur Anmietung frei.  „Die Bereitschaft spekulativer Projektentwicklungen ist nach wie vor kaum vorhanden und erfolgt ausschließlich im Zuge von anteiligen Vorvermietungen“, so Snehotta. Und weiter: „Im Bereich zwischen 5.000  und 10.000 m² gibt es zwar einige wenige Bestandsobjekte hochwertiger Qualität. Benötigt ein Logistiker aber Flächen ab 10.000 m² wird es sehr eng. Wegen spezifischer Anforderungen an Lage und Qualität wird dann meist neu gebaut – wenn er denn ein geeignetes  Grundstück findet. Denn auch hier ist das Angebot ziemlich eingeschränkt.“
 
Bei den Spitzenmieten für Lager-/Logistikflächen zeigt sich keine Veränderung. 6,00 Euro/ m²/ Monat werden beispielsweise in Raunheim und Neu-Isenburg erzielt. Die gewichtete Durchschnittsmiete in der Region Frankfurt liegt bei 4,37 Euro. „Erst wenn die derzeit in Planungsphase befindlichen Neubauten an den Top-Standorten erwartungsgemäß nächstes Jahr realisiert werden und ihre Nutzer gefunden haben, könnte sich eine Erhöhung der Spitzenmiete durchsetzen“, so Snehotta
 
 
* Betrachtet wird die gesamte Region Frankfurt. Die räumliche Abgrenzung erfolgt im Norden durch Butzbach (Wetterau-Kreis), im Osten durch Hanau (Main-Kinzig-Kreis), im Süden durch Bensheim/Heppenheim (Kreis Bergstraße) und im Westen durch Wiesbaden und Mainz.