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Pressemitteilung

Düsseldorf

Trotz schwächstem Quartalsvolumen Logistikmarkt im Ruhrgebiet noch auf Kurs


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Düsseldorf, 7. November 2012 – Auch der mit 45.000 m² größte Deal des Jahres, die Eigennutzung durch Lidl in Bönen, am östlichen Rand des Ruhrgebiets, konnte nicht verhindern, das dritte Quartal mit rund 86.000 m² als das bis dato schwächste in 2012 zu notieren. Damit bewegt sich das Dreivierteljahresvolumen auf dem Lager- und Logistikflächenmarkt im Ruhrgebiet* bei rund 300.000 m². Mit + 20 % wird drei Monate vor Ende des laufenden Jahres der 5-Jahresschnitt übertroffen. Das Ergebnis des Rekordjahres 2011 bleibt freilich weiterhin deutlich unterschritten (- 28 %). „Vor einigen Monaten war noch nicht absehbar, wann der Discounter Lidl seine geplante Halle zur Eigennutzung realisieren würde. Da im dritten Quartal nun doch mit dem Bau der Fläche begonnen wurde, konnte für die ersten neun Monate 2012 das zweithöchste Volumen der letzten fünf Jahre notiert werden“, so Arnd Sternberg, Leiter Industrie Immobilien bei Jones Lang LaSalle in Düsseldorf und verantwortlich für die Region Rhein-Ruhr. Und weiter: „Zwar zeichnen sich im vierten Quartal einige größere Abschlüsse jenseits der 10.000 m² ab, allerdings rechnen wir nicht mit einer Dynamisierung der Marktaktivitäten. Insofern wird die 400.000 m² Marke deutlich nicht erreicht. Der
Nachfragende, potentiell an einem Umzug in andere Flächen Interessierte, sieht sich mit zweierlei Herausforderungen konfrontiert: er sucht zuweilen vergebens oder er ist unsicher, derzeit überhaupt einen Umzug ernsthaft in Betracht zu ziehen. Dann wird erst einmal abgewartet.“
 
Fast die Hälfte des Umsatzvolumens wurde von Unternehmen aus der Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung generiert, darunter mit 22.000 m² durch Kühne + Nagel in Duisburg sowie 20.000 m² durch die Logistics Group International (LGI) in Hünxe zwei der drei größten Abschlüsse in 2012. Handelsunternehmen kommen durch die genannte Lidl Eigennutzung auf einen Anteil von 38 %, entsprechend rund 113.000 m². Zusammen mit Unternehmen aus der Industrie  (13 %) machen diese drei Branchen 97 % des Umsatzes aus. Durch den erwähnten großen Eigennutzerdeal steigt der Anteil der Eigennutzer am Volumen deutlich auf über 35 %. 
 
Das Angebot an Bestandsflächen in der Größenordnung ab 10.000 m² ist gering. Dieser Mangel wird deutlich durch den Fakt, dass die fünf größten Deals auf Neubauten/Projektentwicklungen entfallen. „Der Nutzer hat in der Region keine ausreichende Flächenwahl. Derzeit sind weniger als eine Handvoll Objekte mit mindestens 10.000 m² verfügbar“, so Sternberg. Oft handele es sich dabei um 30 Jahre alte Flächen, die den heutigen Anforderungen der Nutzer an eine moderne Logistikimmobilie nicht genügen. Das führe dazu, dass Nutzer keine andere Möglichkeit hätten, als ihre bestehenden Mietverträge zu verlängern. Eine Entlastung der Angebotssituation ist kurzfristig nicht in Sicht. „Das spekulative Bauen scheuen die Entwickler oder können mangels Unterstützung durch Banken nicht tätig werden. Erst wenn der Mietvertrag mit dem künftigen Nutzer unterschrieben oder zumindest 50 % der Flächen vermietet sind, wird mit dem Bau begonnen.“ 
 
Die Spitzenmiete für Lager-/Logistikflächen im Ruhrgebiet ab 5.000 m² ist seit 2008 unverändert. Mit 4,50 Euro/m²/Monat wird sie in Duisburg erzielt. Das Gros der Verträge wurde zu Preisen zwischen 3,50 und 4,00 Euro/m²/Monat abgeschlossen. „Steigerungen sind im Spitzensegment auch in nächster Zeit nicht zu erwarten, allerdings ist zu beobachten, dass die Bereitschaft der Eigentümer, Incentives in Form von mietfreien Zeiten zu gewähren, weiter nachlässt“, so Sternberg.
 
 
* In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein und zwar von  Duisburg, Kreis Wesel, Oberhausen, Mülheim, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum, Kreis Recklinghausen, Dortmund, Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Kreis Unna, Hamm