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Pressemitteilung

Cannes / Frankfurt

London ist Europas Top-Standort für international expandierende Handelsunternehmen

Jones Lang LaSalle präsentiert neue Studie „Destination Europe 2013“ auf der internationalen Handelsimmobilienmesse MAPIC in Cannes


Pressemitteilung (PDF)
Report (englischsprachig, PDF)

 

Cannes / Frankfurt, 14. November 2012 – London ist Europas attraktivster Standort für internationale Einzelhändler. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Report „Destination Europe 2013“ des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle. Mit einem neuen Einzelhandelsindex analysiert Jones Lang LaSalle die Expansion und Präsenz von 250 internationalen Einzelhändlern in rund 60 führenden europäischen Städten. Paris, Moskau, Mailand und Madrid komplettieren die TOP 5 der europäischen Handelsstandorte. Deutschland ist, angeführt von München auf Rang sieben, mit fünf Städten im TOP 20-Ranking vertreten. Weitere Erkenntnisse der Studie: Nur neun der 250 untersuchten Labels sind in mehr als 80 Prozent der untersuchten Städte präsent. Die meisten international expandierenden Handelsunternehmen kommen aus Italien, gefolgt von den USA und Großbritannien.
 
London ist für internationale Handelsunternehmen das Sprungbrett in den europäischen Markt
 
James Dolphin, Leiter Einzelhandelsvermietung EMEA (Europe, Middle East, Africa) bei Jones Lang LaSalle: „London ist ein Sprungbrett für viele Einzelhändler mit internationalen Expansionsplänen. In den letzten Monaten haben verschiedene amerikanische und vermehrt auch chinesische Einzelhändler ihre Europa-Expansion in der britischen Metropole gestartet. Weitere werden folgen. Gründe sind die von Westfield erfolgreich in Betrieb genommenen Shopping Center sowie die anhaltend hohe Flächennachfrage in den Toplagen Bond Street, Oxford Street, Regent Street und Covent Garden. Weitere treibende Faktoren sind die nachhaltig guten Marktchancen, die auch nach den Olympischen Spielen hohen Touristenzahlen, politische Stabilität und ein transparenter Einzelhandelsmarkt.“
 
Osteuropäische Standorte gewinnen weiter an Bedeutung
 
Angesichts des vergleichsweise schwachen Wirtschaftswachstums in West- und Südeuropa orientieren sich die Einzelhändler vermehrt gen Osten. James Brown, Leiter Research Einzelhandel EMEA bei Jones Lang LaSalle, erläutert: „Die aufstrebenden Wachstumsmärkte bieten attraktive Expansionsmöglichkeiten. Die Mieten sind hier allgemein niedriger als in den reiferen Märkten und die Umsatzperspektiven deutlich besser. St Petersburg (Rang 8), Prag (9), Istanbul (11), Warschau (19) und Kiew (23) schneiden in unserem Index mit Blick auf diese Punkte durchweg sehr gut ab. Nicht ohne Grund weisen Mittel- und Osteuropa unter den 30 führenden Handelsstandorten mehr Märkte auf als Südeuropa. Einzelhändler, die in den europäischen Kernmärkte bereits gut etabliert sind, finden in Osteuropa gute Wachstumschancen und Möglichkeiten zur Diversifizierung.“
 
Russland, Spanien und Italien mit jeweils zwei Städten in den TOP 10
Deutschland mit fünf Städten in den TOP 20
 
Die einzigen europäischen Länder mit jeweils zwei Standorten unter den Top 10 sind Russland mit Moskau (Rang 3) und Sankt Petersburg (8), Spanien mit Madrid (5) und Barcelona (10) sowie Italien mit Mailand (4) und Rom (6).
 
Deutschland kann sich mit gleich fünf Städten in den Top 20 positionieren. Neben München (Rang 7) sind dies Berlin (12), Hamburg (13), Frankfurt (16) und Düsseldorf (19).
 
Doris von Muschwitz, Senior Executive Einzelhandelsvermietung Deutschland: „Aufgrund der föderalistischen Struktur bietet Deutschland nicht die zentralisierten Mega-Cities einiger europäischer Nachbarländer. Umgekehrt weist kein anderes europäisches Land ein ähnlich breites Angebot an Top-Einzelhandelsstandorten auf. Die Dezentralität ist die wesentliche Stärke des Handelsstandorts Deutschland und einer der Hauptgründe für die anhaltend hohe Bedeutung in den Expansionsplänen internationaler Handelsunternehmen. Nirgendwo sonst in Europa finden diese bei vergleichsweise moderaten Spitzenmieten ein vielfältigeres Angebot an hervorragend aufgestellten Standorten vor.“
 
Nur wenige Labels weisen eine Marktabdeckung von mehr als 80 Prozent auf
 
Neben der Attraktivität der wichtigsten europäischen Standorte hat Jones Lang LaSalle auch die Präsenz der 250 wichtigsten internationalen Handelsunternehmen in Europa sowie deren nationale Herkunft unter die Lupe genommen.
 
Danach erreicht Zara als einziger Einzelhändler eine hundertprozentige Abdeckung in den insgesamt 57 untersuchten europäischen Städten. Das spanische Modeunternehmen führt damit die Tabelle in punkto Marktabdeckung an. Es folgen H&M mit 96 Prozent sowie The Body Shop, Benetton, Mango, Lush, Tommy Hilfiger, Timberland und Foot Locker mit  jeweils 80 Prozent. Insgesamt gibt es damit lediglich neun Handelsunternehmen, die eine Marktabdeckung von mindestens 80 Prozent aufweisen.
 
Dominiert werden die Top 20-Einzelhändler mit der höchsten Marktabdeckung von Mainstream-Anbietern, die in dieser Gruppe auf einen Anteil von 60 Prozent kommen. Sechs Premium-Einzelhändler haben es unter die Top 20 geschafft, angeführt von den US-Marken Tommy Hilfiger und Timberland.
 
Die meisten international expandierender Handelsunternehmen kommen aus Italien
 
Bei den Herkunftsländern der expandierenden Handelsunternehmen ist Italien das Maß der Dinge. 17 Prozent der in den 57 untersuchten Städten ansässigen internationalen Handelsunternehmen haben ihren Ursprung in Italien. Eine wichtige Rolle spielen dabei die traditionell sehr international aufgestellten Luxuslabels. Es folgen die USA mit einem Anteil von 16 Prozent und Großbritannien mit 13 Prozent Marktanteil. Vieles spricht laut Jones Lang LaSalle dafür, dass die USA den derzeitigen Spitzenreiter Italien in dieser Hinsicht 2013 überholen werden.​