Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

London / Frankfurt

Investitionen in europäische Einzelhandelsimmobilien erreichen 2012 nach starkem vierten Quartal rund 19,4 Milliarden Euro

Starkes Jahresende bringt Ergebnis am oberen Ende des Prognosekorridors


Pressemitteilung (PDF)

London / Frankfurt, 04. Februar 2013 – Laut Jones Lang LaSalle stiegen die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien im Gesamtjahr 2012 dank eines starken Abschluss-Quartals auf 19,4 Milliarden Euro und erreichten damit das obere Ende des Prognosekorridors von 18 bis 20 Milliarden Euro. Das Ergebnis bewegt sich ungefähr auf dem 5-Jahres-Durchschnitt von 23,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der entsprechende Wert bei 31,3 Milliarden Euro. Im vierten Quartal beliefen sich die Direktinvestitionen in Einzelhandelsimmobilien auf 7,6 Milliarden Euro, nach 8,5 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Rückgang um 11 Prozent. Für das Jahr 2013 prognostiziert Jones Lang LaSalle ein Transaktionsvolumen auf dem Niveau des Jahres 2012.

Die aktuelle Erhebung berücksichtigt europaweit Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.Geographisch gesehen blieben Großbritannien und Deutschland mit Anteilen von 30 bzw. 23 Prozent im Jahr 2012 die wichtigsten Märkte. Das drittplatzierte Schweden legte einen starken Jahresendspurt hin und erreichte 1,5 Milliarden Euro. Gleiches gilt für Norwegen mit 1,3 Milliarden Euro. Zusammen mit Frankreich, das ein Transaktionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro verbuchte, stehen diese fünf größten Märkte für einen Anteil von 74 Prozent am Gesamttransaktionsvolumen des Jahres 2012.

Shopping-Center dominierten mit einem Gesamtvolumen von 5,3 Milliarden Euro das Transaktionsgeschehen im vierten Quartal. Ein großer Teil davon (943 Millionen Euro) entfiel auf den 50-prozentigen Anteil am Shopping-Center Meadowhall, Sheffield, den NBIM von London&Stamford erwarb. Weitere wichtige Deals im vierten Quartal 2012 waren der Erwerb der Kista Galleria in Schweden (526 Mio. Euro) durch CPPIB sowie von Citycon und Manufaktura in Polen (390 Millionen Euro) durch Union Investment. Bei beiden Transaktionen fungierte Jones Lang LaSalle als Berater.

Den starken Jahresendspurt in Schweden kommentiert Antony Pastiroff, Head of Retail Capital Markets Sweden bei Jones Lang LaSalle: „Das anhaltend hohe Investitionsvolumen der letzten Jahre und die hohe Anzahl internationaler Investoren unterstreichen die Stärke des schwedischen Einzelhandelsmarktes. Schweden zeigt sich immun gegen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler anderer europäischer Märkte. Damit ist das Land für neu eintretende Einzelhändler und Investoren gleichermaßen attraktiv.“

Adrian Peachey, Head of Retail Capital Markets UK bei Jones Lang LaSalle zur Entwicklung in Großbritannien: „Die Käufe des Meadowhall Shopping Centre in Sheffield durch NBIM im vierten Quartal und des Festival Place in Basingstoke durch TIAA CREF im dritten Quartal zeigen, dass der britische Einzelhandelsmarkt trotz des aktuellen wirtschaftlichen Gegenwinds für internationale Investoren nach wie vor attraktiv ist. Großbritannien ist in Bezug auf die gesamten Direktinvestitionen der letzten dreieinhalb Jahre nach den USA einer der Hauptprofiteure der Globalisierung des Retail-Investmentmarktes. In diesem Zeitraum erzielte Großbritannien einen Anteil von 14 Prozent an den weltweiten Investitionen und lag damit vor Deutschland mit 10 Prozent.“

Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Die unverändert gute Nachfrage nach Retail-Investments in Deutschland wird durch ein weiterhin niedriges und für Immobilieninvestoren attraktives Zinsniveau gestützt. Doch damit das Transaktionsgeschehen davon profitieren kann, ist es mit Blick auf 2013 notwendig, dass sowohl Eigenkapitalinvestoren als auch Fremdkapitalgeber ihren Blickwinkel erweitern und ihren starken Fokus auf Core-Immobilien aufweichen. Nur dann könnte das Investmentvolumen im laufenden Jahr deutlich steigen.“

Redaktioneller Hinweis: Die Erhebung berücksichtigt Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.