Pressemitteilung

87 Prozent der Unternehmen fordern die Rückkehr ihrer Mitarbeiter ins Büro

Ein Drittel der Befragten hat zusätzlich Anwesenheitspflichten eingeführt

24. Januar 2024

Martina Williams

Head of JLL Work Dynamics DACH & CEE and EMEA Consulting Lead
+49 69 2003 1029

Frankfurt, 24. Januar 2024 – Weltweit rufen Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Büro zurück: Rund 87 Prozent der Arbeitgeber erwarten, dass sich ihre Beschäftigten zumindest von Zeit zu Zeit für das Büro als Arbeitsplatz entscheiden. Noch weiter gehen rund 33 Prozent der Befragten: Sie haben eine Anwesenheitspflicht eingeführt. Eine derartige Maßnahme ziehen weitere 27 Prozent zumindest in Betracht, wie aus dem globalen JLL-Report „Is hybrid really working?“ hervorgeht. Damit schlagen zahlreiche weitere Unternehmen einen Weg ein, mit dem jüngst US-amerikanische Tech-Konzerne wie Tesla, aber auch das Finanzunternehmen Goldman Sachs in teilweise strikter Form auf sich aufmerksam gemacht haben.

„Die während der Corona-Pandemie herrschende Annahme, dass das Homeoffice eine langfristige reine Alternative zur Arbeit im Büro sein wird, stellt sich bei zahlreichen Unternehmen als nicht haltbar heraus“, sagt Martina Williams, Head of JLL Work Dynamics DACH & CEE, EMEA Consulting Lead. „Nach drei experimentellen Jahren registrieren wir eine Trendwende bei den Beschäftigten und der Wahl ihres Arbeitsorts. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende erkennen den Mehrwert der gemeinsamen persönlichen Zusammenarbeit im Büro, die maßgeblich zur Kultur im Team und im Unternehmen und somit auch zur Gesamtperformance positiv beitragen kann. Entscheidende Rollen spielen dabei nicht nur die Arbeitsplatzstrategien der Unternehmen, sondern auch die veränderten Präferenzen der Beschäftigten, die die Vorteile des Büros wiedererkannt haben.“ 

So arbeitet mittlerweile fast die Hälfte der Beschäftigten drei bis vier Tage im Büro; mehr als ein Drittel entscheidet sich für volle fünf Tage pro Woche für die Räumlichkeiten der Unternehmen. Der Anteil derjenigen, die gar nicht oder maximal zwei Tage pro Woche im Büro arbeiten, hat sich seit dem Vorjahr unterdessen auf rund 20 Prozent mehr als halbiert. Bevorzugter Arbeitstag im Büro ist dabei der Dienstag, dicht gefolgt von Mittwoch und Donnerstag. 

„Um diese Entwicklung zu stützen und den Mitarbeitern gerecht zu werden, müssen Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Beschäftigten kennen und diesen gerecht werden“, sagt Williams. „Mitarbeiter kommen wieder ins Büro, weil sie die Verbindung zu ihren Kolleginnen und Kollegen suchen. Daher ist es umso wichtiger, einen Mix aus Flächen für den sozialen Austausch sowie Arbeitsplätzen für gemeinsame und für fokussierte Arbeit bereitzustellen.“

Dementsprechend hat das Vorhandensein verschiedener Arbeitsplatztypen mit 90 Prozent oberste Priorität bei den Mitarbeitern. Ähnlich wichtig sind ihnen die Sauberkeit der Flächen und die Verfügbarkeit von entsprechenden Sitzgelegenheiten (jeweils 89 Prozent), dicht gefolgt von der Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, entsprechender technologischer Ausstattung sowie eine hohe Luftqualität vor Ort (jeweils 88 Prozent). Als Gründe, nicht aus dem Büro zu arbeiten, nennen Beschäftigte mit Abstand am häufigsten Pendelzeiten (59 Prozent) und Pendelkosten (43 Prozent). Nachholbedarf sehen sie außerdem bei den Themen Geräuschkulisse und Möglichkeiten zum fokussierten Arbeiten.

Dem Report zufolge verbringen Beschäftigte im Büro rund 51 Prozent ihrer Zeit mit Fokusarbeit. Rund 27 Prozent wird für gemeinsame kollaborative Arbeit vor Ort genutzt, während 23 Prozent auf virtuelle Zusammenarbeit entfällt. Als Arbeitsort nutzen Beschäftigte zu 52 Prozent einen regulären Einzelarbeitsplatz, auf formale Meetingräume entfällt etwa 23 Prozent ihrer Zeit.

„Die Arbeitswelt hat sich bereits gewandelt und wird sich verstärkt in den kommenden Jahren durch neue Technologien und Künstliche Intelligenz weiter verändern. Datenbasierte Entscheidungen werden den Arbeitsplatzbetrieb und seine Gestaltung optimieren und Beschäftigten die Nutzung von Büros erleichtern“, sagt Williams. „Gleichzeitig werden Technologie und KI neue Anforderungen an Flächen mit sich bringen, da sich auch Berufe und die Art und Weise der Zusammenarbeit durch Weiterentwicklungen verändern werden.“


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