Pressemitteilung

Frankfurter Immobilien-Investmentmarkt legt deutlich zu

Dominanz der Büroimmobilie

08. Oktober 2021

Marcus Lütgering

Head of Office Investment Germany
+49 89 290088 158

FRANKFURT, 08.  Oktober 2021 – Mit einem Transaktionsvolumen* auf dem Frankfurter Immobilieninvestmentmarkt in den ersten drei Quartalen 2021 von insgesamt 6,3 Mrd. Euro nimmt die Mainmetropole Ende September mit deutlichem Abstand zu Hamburg (4,72 Mrd. Euro) und München (4,70 Mrd. Euro) wieder Platz 2 in der Transaktionsstatistik der Big 7 ein. Mehr als deutlich fällt allerdings der Zieleinlauf auch zum Erstplatzierten Berlin aus (15,66 Mrd. Euro).

Mit dem zweitbesten Ergebnis in einem Dreivierteljahreszeitraum nach 2018 (Q1-3: 7,89 Mrd. Euro) werden im Frankfurter Investmentmarkt der Ein-, Fünf- und Zehnjahresschnitt klar zweistellig übertroffen: das Plus liegt bei 39, 21 und 57 Prozent. „Drei Monate vor Jahresende sieht es so aus, als könnte die 9 Mrd. Euro Marke 2021 für das gesamte Transaktionsvolumen wieder erreicht, sogar getoppt werden“, so Marcus Lütgering, Head of Office Investment JLL Germany, optimistisch.

Anders als in Berlin dominierten in Frankfurt die Büroimmobilien. „Die fünf größten Transaktionen von Januar bis September sind allesamt diesem Segment zuzuordnen, darunter im dritten Quartal der Verkauf des T1 durch Groß & Partner an die Allianz Gruppe und einen Fonds der BVK für 1,4 Mrd. Euro und damit einem Rekord-Quadratmeterpreis von rund 17.000 Euro sowie die Veräußerung des Skyper an Ampega Asset Management GmbH, Tochterunternehmen der Talanx durch Allianz Real Estate für über 500 Mio. Euro. Es sind deutschlandweit die beiden größten Einzeltransaktionen im dritten Quartal“, betont Lütgering.

Mit den Top 5 wechselten Büroimmobilien in einer Größenordnung von über 2,6 Mrd. Euro den Eigentümer, entsprechend 42 Prozent des gesamten Transaktionsergebnisses (Q1-3: 980 Mrd. Euro, entsprechend 22 %). Auch Platz 6-9 nehmen Transaktionen mit Büroimmobilien ein, auf 10 rangiert eine Transaktion aus dem Living Bereich. Addiert kommen die Top 10 auf ein Volumen von 3,5 Mrd. Euro. „Im dreistelligen Millionen-Eurobereich sind zwar weniger Transaktionen als ein Jahr zuvor abgeschlossen worden, aber vor allem die Größe dieser Abschlüsse hat dieses Mal den Ausschlag für das sehr gute gesamte Transaktionsvolumen gegeben. Noch nie lag die Durchschnittsgröße in einem Quartal bei 115 Mio. Euro“, sagt Lütgering. Lütgering weiter: „Dass die Büroimmobilie in der deutschen Finanzmetropole, auch im Vergleich mit den anderen deutschen Immobilienhochburgen, unangefochten dominiert, dürfte nicht verwundern“. 65 Prozent und damit 4,07 Mrd. Euro sind in den neun Monaten des laufenden Jahres in diese Assetklasse geflossen. „Wir stellen zwar fest, dass die Anzahl der Transaktionen bereits seit 2015 zurückgeht, das Volumen aber durch steigende Preise hoch oder gestiegen ist – ein bundesweites Phänomen“, so Lütgering.

Living kann im laufenden Jahr mit ca. 1,57 Mrd. Euro noch einigermaßen mithalten. Alle anderen immobilen Kapitalanlagen bewegen sich in einer Größenordnung von ca. 40 Mio. Euro in Einzelhandelsobjekte bis ca. 260 Mio. Euro in Logistik-/Industrieobjekte.

Zwei Käufergruppen dominieren das Transaktionsgeschehen. Außer den traditionell stärksten Asset/Fonds Managern (Q1-3 2021: 32 %) und den - wegen ihrer außergewöhnlichen Aktivitäten - aktuell starken Versicherungen (23%) kommen keine anderen Investoren auf einen zweistelligen Anteil am Transaktionsvolumen. Letzteres gilt auch für die Verkäuferseite. Hier sind es die Entwickler, die 50 Prozent des Frankfurter Transaktionsvolumen ausmachen. Ihr Fünfjahresschnitt liegt bei 26 Prozent, wie der der Asset/Fonds Manager auch, deren Anteil im laufenden Jahr aktuell allerdings bei lediglich 12 Prozent notiert.

„Nationale Investoren beherrschen weiterhin deutlich das gesamte Transaktionsgeschehen, auch wenn bei großen Prestigeobjekten wieder vermehrt internationale Käufer auf den Plan treten, die allerdings (noch) nicht final gekauft haben“, so Marcus Lütgering. Nach wie vor stünden in der Pipeline ca. 20 Büroobjekte mit einem Volumen von rund 2,3 Mrd. Euro, größtes Objekt der Marienturm, weitere fünf Objekte zwischen 100 und 200 Mio. Euro. „Solche Volumina lassen ein  Endergebnis für den Frankfurter Büroinvestmentmarkt von mehr als 6 Mrd. Euro möglich erscheinen. Was noch in den letzten drei Monaten laufen kann, hängt letztlich auch davon ab, dass kein zusätzlicher Schnupfen die Märkte beeinflusst“, so Lütgering. Und weiter: Die Spitzenrendite könnte nach 2,7 Prozent in 2021 im kommenden Jahr weiter leicht sinken und Core Produkte damit noch teurer werden. Beste Objekte unterhalb von 100 Mio. Euro könnten eine neue Benchmark setzen: Transaktionen mit einem Kaufpreisfaktor Richtung 35. Das ist aber Schnee erst von morgen.“ 

* Das Transaktionsvolumen umfasst Büro,- Einzelhandel,- Logistik- und Industrieimmobilien, Hotels, Grundstücke, Spezialimmobilien, gemischt genutzte Immobilien sowie die Asset-Klasse Living


Über JLL

JLL (NYSE: JLL) ist ein führendes Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich. JLL gestaltet die Immobilien-Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit und nutzt dabei fortschrittliche Technologien, um Kunden, Mitarbeitern und Partnern werthaltige Chancen, nachhaltige Lösungen und eine zeitgemäße Arbeitsplatzgestaltung zu bieten. Das „Fortune 500“ Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2020 von 16,6 Mrd. USD ist Ende Juni 2021 in über 80 Ländern mit weltweit mehr als 92.000 Beschäftigten tätig. JLL ist der Markenname und ein eingetragenes Markenzeichen von Jones Lang LaSalle Incorporated. Weitere Informationen finden Sie unter http://jll.de