Hohe Nachfrage erzeugt zeitweisen Engpass bei Fachmärkten

Description

Set Publication Date in Page Properties

FRANKFURT, 25. Juli 2018 – Die große Nachfrage nach Fachmarktprodukten in den vergangenen Jahren hat zum Halbjahr 2018 zu einer deutlichen Einschränkung des Angebots geführt. Hatte es im vergangenen Jahr bis zur Jahresmitte noch 117 Transaktionen mit Fachmärkten, Fachmarktzentren, Supermärkten und Discountern gegeben, so waren es in diesem Jahr nur noch 89. Dabei erzielte der Markt ein Transaktionsvolumen von 1,7 Mrd. Euro, was knapp 14 % unter dem Wert des Vorjahres liegt. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen stieg so von 9,6 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro.

Nach Nutzungsarten gegliedert, entfiel mit 47 % fast die Hälfte des Gesamtvolumens auf Fachmarktzentren. Dahinter folgen Fachmärkte mit 37 %, während für Supermärkte und Discounter nur noch 16 % übrigblieben.

Sandra Ludwig, Head of Retail Investment JLL Germany: „Im ersten Halbjahr war der Markt von Einzeltransaktionen geprägt, die knapp 60 % des Volumens ausmachten. Im vergangenen Jahr war dieser Wert mit 46 % noch deutlich geringer. Das zeigt, wie volatil die Angebotslage in diesem für Investoren sehr attraktiven Segment derzeit ist.“

Konstant hohe Nachfrage bei gleichzeitig knapper werdendem Angebot sorgte erneut für steigenden Druck auf die Renditen. Aktuell liegen Top-Fachmärkte bei 5,20 % und Fachmarktzentren mit Lebensmittelanker bei 4,50 %.

Immer stärker bieten auch internationale Investoren auf deutsche Produkte – auch wenn die nationalen Akteure derzeit noch öfter zum Zug kommen. Ein Trend zeichnet sich dabei aber deutlich ab: Zentrale Stadtteillagen stehen im Zug der Nachverdichtung stärker im Fokus der Investoren, da eine Kombination mit Wohnen oder Büros stetig populärer wird.

Die zunehmende Ausrichtung auf kleinere Objekte in Teilmarktlagen spiegelt auch die gehandelten Größenklassen wider, wo Objekte mit einem Transaktionsvolumen von weniger als 10 Mio. Euro rund 57 % der Abschlüsse ausmachten. Die Kategorie zwischen 10 und 20 Mio. Euro trug weitere 17 % bei, während Objekte zwischen 20 und 50 Mio. Euro öfter (19 %) gehandelt wurden. Nur 7 % alle Abschlüsse hatten ein höheres Volumen als 50 Mio. Euro, was vor allem daran lag, dass wenige Portfolios und viele Einzelobjekte gehandelt wurden.

„Wir blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte, in der spürbar mehr Produkt im Markt verfügbar sein wird. Darunter werden mehr Portfolios sein, so dass es noch einige größere Abschlüsse geben wird. Das sollte die Renditen stabil halten und zum Jahresende ein Gesamtergebnis leicht über dem Wert des Vorjahres von 5,2 Mrd. Euro ermöglichen“, gibt Sandra Ludwig einen Ausblick auf die kommenden Monate.