Pressemitteilung

JLL: Operativer Cashflow in Rekordhöhe - Bericht zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2020

Robuster Jahresabschluss mit Verbesserungen im Bereich Capital Markets bei anhaltenden Auswirkungen von COVID-19

09. Februar 2021

CHICAGO, 9. Februar 2021 - Jones Lang LaSalle Incorporated (NYSE: JLL) erzielte im vierten Quartal 2020 einen verwässerten Gewinn pro Aktie von $4,80 und einen um Einmaleffekte bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie1 von $5,29, sowie im Gesamtjahr einen verwässerten Gewinn pro Aktie von $7,70 und einen um Einmaleffekte bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie1 von $9,46.

  • Konsolidierter Umsatz im vierten Quartal in Höhe von $4,8 Mrd. und Honorarumsatz1 in Höhe von $2,0 Mrd. um 12 Prozent bzw. 19 Prozent zurückgegangen.
    • Die Pandemie beeinträchtigte auch weiterhin die transaktionsbasierten Dienstleistungsbereiche; Capital Markets in der Region Amerika verzeichnete im vierten Quartal eine deutliche Verbesserung
    • Anhaltende Widerstandsfähigkeit des Property & Facility Managements beweist Stärke der globalen Plattform
    • LaSalle verzeichnet nach einem außergewöhnlichen Jahr 2019 erwartungsgemäß geringere Erfolgshonorare
  • Margenperformance profitiert weiterhin von Sparmaßnahmen, die niedrigere transaktionsbasierte Umsätze mehr als ausglichen
  • Operativer Cashflow mit $1,1 Mrd. im Gesamtjahr auf Rekordhoch; spiegelt starke Beitreibung von Forderungen wider und ermöglichte die Rückzahlung der Kreditfazilität

„Unsere robuste Performance im Jahr 2020 resultierte aus der Diversifizierung der globalen Plattform von JLL und unserem Engagement bei der Bereitstellung hervorragender Dienstleistungen für unsere Kunden“, so Christian Ulbrich, CEO von JLL. „Mit einem disziplinierten Finanzmanagement setzten wir unsere Investitionen erfolgreich für Effizienzsteigerungen ein und priorisierten die Reduktion der Verbindlichkeiten, um unsere Finanzlage weiter zu stärken. Dabei erkannten wir die Vorteile der Integration von HFF in unsere Capital-Markets-Plattform, richteten unsere Kostenstruktur neu aus und erhöhten die Ausschüttungen an die Aktionäre. Mit dem Übergang ins Jahr 2021 ist JLL gut aufgestellt, in einem post-pandemischen Umfeld unserer Führungsrolle weiterhin gerecht zu werden und für alle Aktionäre langfristig einen substanziellen Mehrwert zu schaffen.“

Die konsolidierte Performance 2020 – Überblick:

COVID-19 (die „Pandemie“) beeinträchtigte auch im vierten Quartal weiterhin die Aktivitäten von JLL, insbesondere in den transaktionsbasierten Dienstleistungsbereichen. Als Reaktion auf die pandemiebedingt anhaltenden Auswirkungen auf den Umsatz und den Geschäftsbetrieb im vierten Quartal hat das Unternehmen auch weiterhin mehrere Sparmaßnahmen ergriffen. Insbesondere sorgten Maßnahmen zur Kostensenkung in diesem Quartal für ca. $85 Mio. nicht dauerhafte Kosteneinsparungen (fast $330 Mio. im Gesamtjahr), darunter $13 Mio. im Zusammenhang mit diversen staatlichen Hilfsprogrammen in aller Welt ($80 Mio. im Gesamtjahr). Bei diesen nicht dauerhaften Einsparungen handelt es sich um Kosten, die bei einer Erholung des makroökonomischen Umfelds wahrscheinlich erneut anfallen werden. Darüber hinaus realisierte das Unternehmen in diesem Quartal bestimmte geldwerte Vorteile, unter anderem einen Rückgang der Rückstellungen für Darlehensausfälle in der Region Amerika in Höhe von $9,0 Mio. sowie Kapitalerträge bei LaSalle in Höhe von $8,1 Mio. aufgrund von Steigerungen der beizulegenden Zeitwerte. Im Gesamtjahr entsprachen diese nicht zahlungswirksamen Posten einer Nettoerhöhung der Rückstellungen für Darlehensausfälle in Höhe von $21,6 Mio. und Eigenkapitalverlusten bei LaSalle in Höhe von $12,4 Mio.

Wie bereits im zweiten und dritten Quartal 2020 als Trend erkennbar, gingen im vierten Quartal die RES- und Honorarumsätze in allen geografischen Segmenten und den meisten Dienstleistungsbereichen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der Geschäftsbereich Property & Facility Management verzeichnete 2020 ein leichtes Wachstum; dieses war in erster Linie auf eine robuste Leistung in den USA zurückzuführen, die Rückgänge in der Region EMEA ausglich. Niedrigere Honorarumsätze in den Bereichen Capital Markets und Vermietung spiegelten die starke Verringerung des globalen Marktvolumens im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal wider. Weitere Einzelheiten sind nach Geschäftsbereichen aufgeführt. Die Veränderungen bei den RES- und Honorarumsätzen gegenüber dem Vorjahr waren auf das Gesamtjahr bezogen ebenfalls auf die oben für das Quartal besprochenen Faktoren zurückzuführen. Darüber hinaus enthielt die Kapitalmarktperformance im Gesamtjahr inkrementelle Umsatzbeiträge aus der HFF-Übernahme in der ersten Jahreshälfte.

Der Rückgang des Umsatzes bei LaSalle im vierten Quartal und im Gesamtjahr war im Wesentlichen auf erwartungsgemäß geringere Erfolgshonorare gegenüber einem außergewöhnlichen Jahr 2019 zurückzuführen. Die solide Performance bei den Managementgebühren im Gesamtjahr spiegelte eine umfangreiche Kapitalbeschaffung im Verlauf der letzten zwölf Monate wider.

Der Nettorückgang im vierten Quartal und im Gesamtjahr bei den Restrukturierungs- und Übernahmekosten (einschließlich Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme und Integration von HFF) wirkte sich gegenüber den jeweiligen Vorjahreszeiträumen auf den verwässerten Gewinn je Aktie, nicht jedoch auf den bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie aus. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Anmerkung 3 im Anschluss an den Jahresabschluss.

Die bereinigte EBITDA-Marge im vierten Quartal, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich auf 21,3 Prozent in USD (21,1 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 20,8 Prozent im Jahr 2019. Die Nettoexpansion der Marge um 50 Basispunkte war auf Bemühungen zur Kostensenkung, die teilweise durch eine Nettoverwässerung durch RES ausgeglichen wurden – was den Rückgang des Honorarumsatzes widerspiegelte – sowie auf geringere Erfolgshonorare bei LaSalle zurückzuführen.

Die bereinigte EBITDA-Marge im Gesamtjahr, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich auf 14,0 Prozent in USD (13,9 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 15,6 Prozent im Vorjahr. Die Nettoreduktion um 160 Basispunkte war zurückzuführen auf (i) niedrigere transaktionsbasierte Umsätze im RES-Geschäft, (ii) die Differenz bei den LaSalle-Erfolgshonoraren und Kapitalerträgen/-verlusten und (iii) die nicht-zahlungswirksame Belastung zur Erhöhung der Rückstellungen für Darlehensausfälle, die teilweise durch Einsparungen im Zuge von Bemühungen zur Kostensenkung ausgeglichen wurde.

Cashflows, Bilanzaufstellung und Aktienrückkäufe:

Der Barmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf eine Rekordsumme in Höhe von $1.114,7 Mio. im Vergleich zu $483,8 Mio. im Jahr 2019. Die erhebliche Zunahme des Barmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit war das Ergebnis einer starken Beitreibung von Forderungen, der Nutzung staatlicher Hilfsprogramme (einschließlich der Stundung von Zahlungsverpflichtungen) und geringerer zahlungswirksamer, 2020 gezahlter Steuern. Dieser Posten wurde teilweise durch einen niedrigeren Nettogewinn in diesem Jahr sowie durch die im ersten Quartal 2020 gegenüber 2019 höheren gezahlten variablen Vergütungsbestandteile ausgeglichen.

Die Netto-Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich per 31. Dezember 2020 auf $192 Mio.; sie sanken gegenüber dem 30. September 2020 um knapp $560 Mio. und gegenüber dem 31. Dezember 2019 um fast $670 Mio. Die signifikanten Rückgänge gegenüber dem dritten Quartal und dem Vorjahr spiegelten die oben erwähnten Einflussfaktoren auf den operativen Cashflow wider und führten dazu, dass per 31. Dezember 2020 die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen wurde.

Im vierten Quartal 2020 wurden ca. 451.000 Aktien für $50,0 Mio. zurückgekauft, was zeigt, dass das Unternehmen bestrebt ist, auf lange Sicht Ausschüttungen an die Aktionäre zu tätigen. Im Gesamtjahr wurden ca. 897.000 Aktien für $100,0 Mio. zurückgekauft. Im Februar 2021 genehmigte der Aufsichtsrat des Unternehmens $500 Mio. für Aktienrückkäufe zusätzlich zu den übrigen $100 Mio. aus der Genehmigung im Jahr 2019.

Die Performance in der Region Amerika 2020 – Überblick:

Ähnlich wie bereits in den Vorquartalen des Jahres beeinträchtigte die Pandemie insbesondere die transaktionsbasierten Dienstleistungsbereiche in der Region Amerika. Obwohl der Umsatz im Bereich Vermietung in den USA im vierten Quartal und im Gesamtjahr einen bemerkenswerten Rückgang der Volumina bei der Bürovermietung widerspiegelte, verzeichnete der Industrie-/Logistikbereich weiterhin ein erhebliches Wachstum. Verringerte Aktivitäten in den Bereichen Investmentveräußerung und -finanzierung waren im vierten Quartal für den Umsatzrückgang im Bereich Capital Markets verantwortlich, der teilweise durch ein erhebliches Wachstum beim Neubau und der Instandhaltung von Mehrfamilienhäusern sowie bei der Eigenkapitalberatung ausgeglichen wurde. Die Kapitalmarktperformance im Gesamtjahr enthielt in der ersten Jahreshälfte $211,5 Mio. inkrementelle Beiträge von HFF ($216,6 Mio. an Honorarumsatz) bei einem Rückgang der organischen Honorarumsätze um 25 Prozent im Gesamtjahr. Der Geschäftsbereich Property & Facility Management erzielte ein signifikantes Wachstum des Umsatzes und des Honorarumsatzes sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr, was auf die Gewinnung neuer Kunden in den Bereichen Immobilienverwaltung und Corporate Solutions und den Ausbau bestehender Kundenmandate im Bereich Corporate Solutions zurückzuführen war.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, betrug im Quartal 25,0 Prozent in USD sowie in den jeweiligen Landeswährungen gegenüber 22,5 Prozent im Jahr 2019. Schätzungsweise $62 Mio. nicht dauerhafte Kosteneinsparungen sowie das Wachstum im Bereich Property & Facility Management glichen den auf die transaktionsbasierten Dienstleistungsbereiche zurückzuführenden Margenrückgang mehr als aus.

Die Performance in der Region EMEA 2020 – Überblick:

Der EMEA-Umsatz und -Honorarumsatz im vierten Quartal und im Gesamtjahr war durch die Pandemie signifikant betroffen. Der Rückgang des Capital Markets-Umsatzes war im vierten Quartal und im Gesamtjahr in Deutschland, Frankreich und Spanien am stärksten ausgeprägt; andere Regionen zeigten sich widerstandsfähig und schnitten im vierten Quartal besser als der Markt ab. Die geringeren Volumina bei den Bürovermietungen, besonders in UK und Polen, konnten durch eine robuste Performance im Industrie-/Logistikbereich teilweise kompensiert werden. Der Rückgang des Honorarumsatzes im Bereich Property & Facility Management im Gesamtjahr war in erster Linie zurückzuführen auf (i) den rund $52 Mio. niedrigeren Honorarumsatz (ca. $12 Mio. im Quartal) im Geschäftsfeld Mobile Engineering im Vereinigten Königreich (dies ist hauptsächlich auf Arbeitsverzögerungen aufgrund der Schließung der Geschäftsräume von Kunden zurückzuführen) und (ii) das Fehlen von Honorarumsatz in Höhe von rund $30 Mio. aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit Immobilienverwaltungsgeschäften in Kontinentaleuropa, die Ende 2019 veräußert wurden.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, betrug im Quartal 11,3 Prozent in USD (9,9 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 13,5 Prozent im Vorjahr. Die Abschwächung der Rentabilität resultierte in erster Linie aus einem niedrigeren Umsatz und aus Verlusten im Zusammenhang mit bestimmten Verträgen und wurde teilweise durch eine Reduzierung der Berichtigung für uneinbringliche Forderungen ausgeglichen.

Die Performance in der Region Asien/Pazifik 2020 – Überblick:

Wie bereits im zweiten und dritten Quartal wurde der transaktionsbasierte Umsatz in der Region Asien-Pazifik durch die Pandemie erheblich beeinträchtigt. Der Rückgang des Capital Markets-Umsatzes war im vierten Quartal in Singapur und Japan sowie im Gesamtjahr in China am stärksten ausgeprägt. Dies spiegelte einen Rückgang der Marktvolumina und eine Verlagerung der Geschäftsaktivitäten weg von großen Transaktionen wider. Der Honorarumsatz im Bereich Vermietung nahm weiter an Fahrt auf, da die Bürovermietungsaktivitäten im Vergleich zum zweiten und dritten Quartal zunahmen, wenngleich die Marktvolumina unter denen von 2019 blieben. Der Umsatz und der Honorarumsatz im Bereich Property & Facility Management war im vierten Quartal und im Gesamtjahr robust, da Teams in den Bereichen Property Management und Corporate Solutions in Zusammenarbeit mit Kunden in einem durch die Pandemie zunehmend komplexen Umfeld verbesserte Facility-Managementpläne umsetzten.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, betrug im Quartal 21,7 Prozent in USD sowie in den jeweiligen Landeswährungen, und blieb unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die kontinuierliche Margenentwicklung war in erster Linie zurückzuführen auf ca. $16 Mio. nicht dauerhafte Kosteneinsparungen, darunter staatliche Hilfsprogramme sowie niedrigere feste Ausgaben im Zuge der 2020 erfolgten Bemühungen zur Kostensenkung. Diese Kosteneinsparungen glichen die auf den Rückgang der transaktionsbasierten Umsätze zurückzuführende Margenverwässerung aus.

Die Performance bei LaSalle 2020 – Überblick:

Der erwartete Rückgang der Erfolgshonorare nach einem außergewöhnlichen Jahr 2019 war die Hauptursache für den niedrigeren Honorarumsatz im vierten Quartal und im Gesamtjahr. Der Rückgang bei den Managementgebühren im vierten Quartal war in erster Linie auf einmalige Gebühren in Höhe von $4,0 Mio. im Vorjahr zurückzuführen. Die ausgeprägte Kapitalaufnahme von privatem Beteiligungskapital in den letzten zwölf Monaten glich diese Rückgänge jedoch im Gesamtjahr wieder aus.

Die Netto-Eigenkapitalverluste im Gesamtjahr spiegelten den Rückgang des geschätzten beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Immobilieninvestments wider; die Pandemie wirkt sich also direkt auf die erwarteten Immobilienpreise aus.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, betrug im Quartal 26,8 Prozent in USD (27,6 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 30,0 Prozent im Vorjahr. Der Margenrückgang war im Wesentlichen auf niedrigere Erfolgshonorare sowie den Aufwand für abgegrenzte Vergütungen in Bezug auf die Erfolgshonorare im Vorjahr zurückzuführen und wurde teilweise durch höhere Kapitalerträge sowie die Auswirkungen der 2020 ergriffenen Sparmaßnahmen ausgeglichen.

 

(1) Für weitere Informationen zu finanziellen Non-GAAP-Maßnahmen siehe Anmerkung 1 im Anschluss an den Finanzbericht im englischen Original dieser Pressemitteilung. Die prozentualen Veränderungen im nachfolgenden Abschnitt werden in den jeweiligen Landeswährungen berechnet und dargestellt, soweit nicht anders angegeben.


Über JLL

JLL (NYSE: JLL) ist ein führendes Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich. JLL gestaltet die Immobilien-Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit und nutzt dabei fortschrittliche Technologien, um Kunden, Mitarbeitern und Partnern werthaltige Chancen, nachhaltige Lösungen und eine zeitgemäße Arbeitsplatzgestaltung zu bieten. Das „Fortune 500“ Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2020 von 16,6 Mrd. USD ist Ende Dezember 2020 in über 80 Ländern mit weltweit mehr als 91.000 Beschäftigten tätig. JLL ist der Markenname und ein eingetragenes Markenzeichen von Jones Lang LaSalle Incorporated. Weitere Informationen finden Sie unter http://jll.de