JLL: Solide Performance im ersten Quartal 2020

Rekordumsatz und ein Honorarumsatz auf Rekordhöhe kompensieren die Auswirkungen von COVID-19

05. Mai 2020

CHICAGO, 5. Mai 2020 — Jones Lang LaSalle Incorporated (NYSE: JLL) erzielt im ersten Quartal 2020 einen verwässerten Gewinn je Aktie von $ 0,10 und einen um Einmaleffekte bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie1 von $ 0,49.

  • Konsolidierter Umsatz von $ 4,1 Mrd. und Honorarumsatz1 von $ 1,5 Mrd. auf Rekordhöhe, um 9 Prozent bzw. 15 Prozent gestiegen
    • Vermietung in der Region Amerika verlängerte den beeindruckenden Trend beim Quartalswachstum
    • Organisches Wachstum des RES-Honorarumsatzes in Höhe von 5 Prozent trotz der Herausforderungen durch COVID-19
    • Zweistelliges Wachstum im Facility Management sorgt für Dynamik bei Corporate Solutions
  • Nicht-zahlungswirksame Belastungen im Zusammenhang mit COVID-19 beeinflussen die ansonsten gesunde Margenentwicklung erheblich
  • Capital Markets stellte die Leistungsfähigkeit der Plattform unter Beweis und spiegelte ausgezeichnete Fortschritte bei der HFF-Integration wider
  • Zweistelliges Wachstum der LaSalle-Managementgebühren spiegelt starke Kapitalbeschaffungsdynamik wider

„Mit großem Schwung waren wir ins Jahr 2020 gestartet - mit soliden Ergebnissen im ersten Quartal in der Konsequenz“, sagte Christian Ulbrich, CEO von JLL. „Unser Geschäft in der Region Amerika konnte erneut ein starkes Quartal verzeichnen, während unsere Aktivitäten in EMEA und Asien-Pazifik bei zunehmenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Laufe des Quartals eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit entwickeln konnten. Wir nutzen die Möglichkeiten von JLL umfassend, um die Sicherheit und Produktivität unserer Mitarbeiter sicherzustellen, unsere Gesellschaften zu unterstützen und die Bedarfe unserer Kunden in diesem unsicheren Umfeld zu erfüllen.“

Die konsolidierte Performance im ersten Quartal 2020:

Die Aktivitäten von JLL wurden zu Beginn dieses Quartals durch die COVID-19-Pandemie (die „Pandemie“) beeinträchtigt. Die Büros in China begannen im Januar mit der Schließung; Ende März arbeiteten über 90 Prozent der Büroangestellten von JLL weltweit im Homeoffice. Regionen, in denen die Pandemie am längsten andauerte, hatten die größten finanziellen Auswirkungen, in erster Linie in den transaktionsbasierten Dienstleistungsbereichen, zu tragen. Hierzu zählen insbesondere China, Japan, Korea und Südeuropa. Als Reaktion auf die Entwicklung der Pandemie hat das Unternehmen Pläne zur Kostensenkung bei einem Ermessensspielraum unterliegenden Ausgaben umgesetzt. Darüber hinaus führten die makroökonomischen Auswirkungen der Pandemie in diesem Quartal zu bestimmten nicht-zahlungswirksamen Belastungen, unter anderem zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Darlehensausfälle in der Region Amerika in Höhe von $ 30,6 Mio. sowie zu Eigenkapitalverlusten bei LaSalle in Höhe von $ 40,3 Mio. aufgrund von Rückgängen der beizulegenden Zeitwerte. Die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie auf transaktionsbasierte Dienstleistungsbereiche, mögliche weitere nicht-zahlungswirksame Belastungen und potenzielle Zahlungsverzögerungen von Kunden werden genau beobachtet.

Trotz der ersten Auswirkungen der Pandemie erzielte das Unternehmen in diesem Quartal in allen Dienstleistungsbereichen ein starkes Wachstum beim konsolidierten RES-Umsatz und beim Honorarumsatz; dies ist auf das Segment Region Amerika zurückzuführen. Die Region EMEA stagnierte weitgehend und die Umsätze der Region APAC gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das konsolidierte RES-Wachstum stand im Zeichen von Capital Markets; dies ist zum Teil auf die Übernahme von HFF, Inc. per 1. Juli 2019 zurückzuführen, die einen Umsatz in Höhe von $ 144,4 Mio. ($ 146,9 Mio. Honorarumsatz) im Quartal beisteuerte.

LaSalle verzeichnete ein starkes Wachstum bei den Managementgebühren, das durch Rückgänge bei den Erfolgshonoraren und Transaktionsgebühren in geringem Maße relativiert wurde.

Der den Stammaktionären zurechenbare Nettogewinn betrug $ 5,3 Mio. gegenüber $ 21,3 Mio. im Vorjahr, das bereinigte EBITDA $ 95,6 Mio. gegenüber $ 95,4 Mio. in 2019. Der verwässerte Gewinn je Aktie belief sich auf $ 0,10, ein Rückgang gegenüber $ 0,46 im Jahr 2019, der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie betrug $ 0,49 (2019: $ 0,89). Die Ergebnisse dieses Quartals wurden vor allem durch die oben erwähnten nicht-zahlungswirksamen Belastungen beeinträchtigt.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich im Quartal auf 6,4 Prozent in USD (6,4 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 7,2 Prozent im Jahr 2019. Der Nettorückgang der konsolidierten Marge um 80 Basispunkte war in erster Linie auf die oben erwähnten nicht-zahlungswirksamen Belastungen (430 Basispunkte Margenverwässerung) zurückzuführen, die teilweise durch Beiträge aus RES M&A (+170 Basispunkte), getragen durch den HFF, sowie organische RES (+170 Basispunkte) ausgeglichen wurden. Weitere Einzelheiten finden Sie in den folgenden Highlights nach Geschäftsbereichen dargestellt.

Bilanzaufstellung und Cashflows:

Die Gesamtnettoverschuldung betrug $ 1,5 Mrd. per 31. März 2020. Dies entspricht einem Anstieg um $ 650 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2019 bzw. $ 590 Mio. gegenüber dem 31. März 2019. Der seit Jahresbeginn zu verzeichnende Nettoanstieg spiegelt fast $ 650 Mio. an erfolgsabhängigen Vergütungen wider, die im ersten Quartal gezahlt wurden. Der Anstieg gegenüber dem 31. März 2019 spiegelt in erster Linie die Inanspruchnahme der Kreditfazilität des Unternehmens im Zusammenhang mit der HFF-Übernahme wider.

Der Barmittelverbrauch aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Quartal 2020 auf $ 546,1 Mio. gegenüber $ 551,5 Mio. im Vorjahresquartal. Der Rückgang des Barmittelverbrauchs war auf einen höheren Barmittelzufluss aus Erträgen zurückzuführen, der durch die gestiegenen und im ersten Quartal 2020 ausgezahlten Vergütungen im Erfolgsfall ausgeglichen wurde; diese spiegeln die stärkere Performance des Unternehmens im Gesamtjahr 2019 gegenüber dem Gesamtjahr 2018 wider.

Aktienrückkäufe und Dividenden:

Im ersten Quartal 2020 führte das Unternehmen Aktienrückkäufe im Rahmen seines im Oktober 2019 bewilligten Aktienrückkaufplans in Höhe von $ 200 Mio. durch und kaufte rund 188.000 Aktien für $ 25,0 Mio. zurück. Als Reaktion auf die Pandemie und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten hat das Unternehmen seine Aktivitäten hinsichtlich der Aktienrückkäufe unterbrochen und das Board of Directors hat beschlossen, keine Halbjahres-Dividende auszuschütten, die in der Vergangenheit im Juni ausgezahlt wurde. Das Unternehmen ist weiterhin bestrebt, auf lange Sicht Ausschüttungen an die Aktionäre zu tätigen.

Die Performance in der Region Amerika im ersten Quartal 2020:

Die Region Amerika setzte ihre starke Dynamik im ersten Quartal fort, wobei alle Dienstleistungsbereiche höhere Umsätze und Honorarumsätze erzielten. Das Wachstum wurde von Capital Markets angeführt, das $ 140,9 Mio. an inkrementellen Umsatzbeiträgen von HFF ($ 143,4 Mio. an Honorarumsätzen) widerspiegelt. Das Vermietungsgeschäft entwickelte sich in den USA außergewöhnlich gut und übertraf ein sehr starkes Vorjahresquartal (1. Quartal 2019 29 Prozent höher als 2018). Corporate Solutions erzielte ein zweistelliges Wachstum der Honorarumsätze aufgrund der Netto-Gewinnung neuer Kunden und dem Ausbau bestehender Kundenmandate; dies schlug sich vor allem in den Bereichen Property & Facility Management sowie Project & Development Services nieder.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich im Quartal auf 13,2 Prozent in USD (13,2 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 12,4 Prozent im Jahr 2019. Die Margenausweitung spiegelt eine starke Umsatzperformance wider, die sich weitgehend in organischen Umsatz, HFF-Umsatz und die Umsetzung von Kostensenkungsplänen aufteilt. Dies wurde teilweise durch eine nicht-zahlungswirksame Erhöhung der Rückstellungen in Höhe von $ 30,6 Mio. für potenzielle künftige Verluste aus verkauften Darlehen, die auf die Pandemie zurückzuführen sind, ausgeglichen.

Die Performance in EMEA im ersten Quartal 2020:

Der EMEA-Umsatz und -Honorarumsatz im Quartal wurde durch eine starke Performance in den Bereichen Capital Markets und Project & Development Services verdeutlicht. Das Vereinigte Königreich und Deutschland waren Wachstumstreiber bei Capital Markets; das Vorjahresquartal spiegelte einen starken Rückgang der Volumina im Vereinigten Königreich wider, der durch die Unsicherheiten im Zuge des Brexits beeinflusst war. Das Wachstum bei Project & Development Services wurde durch die anhaltend starke Projektdurchführung in der Region MENA angeführt. Ein Großteil des Rückgangs der Honorarumsätze im Bereich Property & Facility Management ist auf den Verkauf bestimmter Property Management-Unternehmen in Kontinentaleuropa Ende 2019 zurückzuführen.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich im Quartal auf -3,4 Prozent in USD (-2,9 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber -5,8 Prozent im Vorjahr. Die Margenausweitung spiegelte einen Anstieg der Transaktionsumsätze mit höheren Margen sowie die Umsetzung von Kosteneinsparungsplänen wider.

Die Performance in der Region Asien/Pazifik im ersten Quartal 2020:

Die Region Asien/Pazifik verzeichnete in diesem Quartal die deutlichsten Auswirkungen der Pandemie. Im Januar kam es in China zu Büroschließungen und Betriebsunterbrechungen; dies setzte sich in der gesamten Region fort, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Bevölkerung zu minimieren. Dies spiegelt sich in den rückläufigen Umsätzen und Honorarumsätzen wider, die größtenteils auf China und in geringerem Maße auf Japan und vor allem auf transaktionsbasierte Dienstleistungsbereiche zurückzuführen sind. Trotz dieses Hintergrunds stagnierte Corporate Solutions im Jahresvergleich weitgehend, da die Auswirkungen der vorübergehenden Betriebsschließungen bei den Project & Development Services-Mandaten durch das Wachstum in den Bereichen integriertes Facility Management und Beratungsdienstleistungen weitgehend ausgeglichen wurden.

Die bereinigte EBITDA-Marge, berechnet als Prozentsatz des Honorarumsatzes, belief sich im Quartal auf 5,3 Prozent in USD (5,2 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber 3,7 Prozent im Jahr 2019. Die Netto-Margenausweitung ist auf Finanzhilfen und Fördermittel in Höhe von $ 5,4 Mio. aus bestimmten staatlichen Hilfsprogrammen sowie auf die Auswirkungen von Kostensenkungsplänen zurückzuführen. Diese Posten wurden teilweise durch die oben erwähnten Umsatzträger ausgeglichen.

Die Performance bei LaSalle im ersten Quartal 2020:

Das starke Wachstum der LaSalle-Managementgebühren in allen Regionen folgte auf eine außergewöhnliche Private Equity-Kapitalbeschaffung in den letzten zwölf Monaten.

Als direkte Folge der erwarteten Auswirkungen der Pandemie auf die Immobilienpreise wurden in diesem Quartal Eigenkapitalverluste erfasst, um den Rückgang des geschätzten beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Immobilieninvestments innerhalb des Co-Investment-Portfolios von LaSalle widerzuspiegeln.

Das Betriebsergebnis des Segments stieg im Vergleich zu 2019 um 19 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug im Quartal -24,8 Prozent in USD (-24,3 Prozent in den jeweiligen Landeswährungen) gegenüber +19,5 Prozent im Vorjahr. Die Veränderung der Eigenkapitalgewinne (-verluste) betrug über 100 Prozent des Margenrückgangs und des Rückgangs des bereinigten EBITDA. Das Wachstum der Managementgebühren glich diese Eigenkapitalverluste teilweise aus.

(1) Für weitere Informationen zu finanziellen Non-GAAP-Maßnahmen siehe Anmerkung 1 im Anschluss an den Finanzbericht im englischen Original dieser Pressemitteilung.


Über JLL

JLL (NYSE: JLL) ist ein führendes Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich. JLL gestaltet die Immobilien-Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit und nutzt dabei fortschrittliche Technologien, um Kunden, Mitarbeitern und Partnern werthaltige Chancen, nachhaltige Lösungen und eine zeitgemäße Arbeitsplatzgestaltung zu bieten. Das „Fortune 500“ Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2019 von 18 Mrd. USD ist Ende März 2020 in über 80 Ländern mit weltweit mehr als 94.000 Beschäftigten tätig. JLL ist der Markenname und ein eingetragenes Markenzeichen von Jones Lang LaSalle Incorporated. Weitere Informationen finden Sie unter http://jll.de