Viel Bewegung auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt

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FRANKFURT, 5. Juli 2018 – Der Frankfurter* Bürovermietungsmarkt hat das hohe Niveau der ersten Monate 2018 gehalten. Trotz des – sowohl im Vergleich zum 2. Quartal 2017 als auch zum Vorquartal schwächeren zweiten Quartals (107.000 m²) - summiert sich das Umsatzvolumen in den ersten sechs Monaten auf 259.000 m², den Vorjahreszeitraum um 9 % übertreffend. Im langjährigen Vergleich sind deutliche +28 % (gegenüber dem 5-Jahresschnitt) und + 14 % im Vergleich zum Schnitt der ersten sechs Monate 2008 – 2017 zu konstatieren. „Frankfurt markiert damit das drittbeste Halbjahr der letzten zehn Jahre“, so Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing JLL Frankfurt. Kullmann weiter: „Eine Großanmietung über 10.000 m² wie die der FAZ in den ersten drei Monaten haben wir bis zur Jahresmitte zwar nicht mehr registrieren können. Für den weiteren Jahresverlauf sind wir aufgrund einiger Großanmietungen in der Pipeline jedoch nach wie vor sehr zuversichtlich. Unsere bereits im April genannte Umsatzprognose von 575.000 m² für 2018 hat weiterhin Bestand.“
 
Besonders erfreulich sei die hohe Anzahl der Deals, so der Vermietungsexperte: über 350 Abschlüsse von Januar bis Ende Juni wurden in den letzten zehn Jahren kein einziges Mal erreicht. „Es ist viel Bewegung im Markt“, so Kullmann. Es sind vor allem die Größenklassen bis unter 2.500 m², die profitiert haben - mit deutlichen Pluszeichen gegenüber dem Vorjahr beim Umsatzvolumen: am stärksten prozentual angestiegen in den Kategorien 500 – 1.000 m² sowie 1.000 – 2.500 m² mit rund einem Drittel. In den Größenklassen darüber, von der Anmietung der FAZ einmal abgesehen, waren die Umsätze rückläufig.
 
Die „unternehmensbezogenen Dienstleistungen“ sind die Nummer Eins bei der Analyse der Umsätze nach Branchen. Dreimal trägt sie sich in die Top 10 Liste der ersten sechs Monate ein. Von den rund 63.000 m², die dieser Branche zugerechnet werden, wurden in den ersten sechs Monaten 2018 mit 32.000 m² mehr als die Hälfte von „Flexible Office Space“ – Anbietern angemietet. „Damit bleiben sie auch 2018 ein wichtiger Faktor auf dem Frankfurter Büromarkt“, so Kullmann.
 
Viermal „Bankenlage“ heißt es bei den Teilmärkten in den Top 10. Sowohl beim Umsatz (66.000 m²) als auch bei der Anzahl der Deals beträgt der Anstieg gegenüber dem 1. Halbjahr 2017 14 %. Auf Platz zwei und damit nach wie vor weit vorne der Teilmarkt West – dies vor allem durch die Anmietung der FAZ. Hervorzuheben der starke Anstieg in der drittplatzierten City mit einer Verdoppelung beim Umsatz und bei den Deals.
 
„Obwohl dringend benötigt, kamen im zweiten Quartal 2018 keine freien Flächen auf den Markt. Auch bis zum Jahresende bleiben die fertiggestellten verfügbaren Flächen mit rund 10.000 m² noch auf recht bescheidenem Niveau“, so Kullmann. Für 2019 erwartet JLL rund 100.000 m² neue, verfügbare Flächen, damit rund die Hälfte des Fertigstellungsvolumens. „Von einer spürbaren Entlastung auf der Angebotsseite gehen wir aus heutiger Sicht für 2020 aus “, so Kullmann. Im übernächsten Jahr können bis zu 485.000 m² fertiggestellt werden.
 
Die Leerstandsquote tendiert aktuell weiter abwärts, sie notiert Ende Juni 2018 bei 7,3 %. „Bis zum Jahresende erwarten wir einen weiteren Rückgang auf bis zu 6,8 %“, so Kullmann. Und weiter: „Besonders auffällig ist der starke Rückgang des Leerstands in der Bankenlage.“ Die Leerstandsquote betrage dort mittlerweile nur noch 2,5 %, der Leerstand sei innerhalb von zwölf Monaten um rund 100.000 m² zurückgegangen. „Entwickler hatten damit ein gutes Gespür gerade hier Projekte voranzutreiben – entsprechend werden in der Bankenlage Ende Juni 2018 die meisten im Bau befindlichen Flächen registriert mit rund 260.000 m²“, so Kullmann.
 
Noch einmal angestiegen im Vergleich zum Vorquartal ist die Spitzenmiete. Mit 38,50 Euro / m² / Monat notiert sie 50 Cent höher als drei Monate zuvor und 4,1 % gegenüber dem Vorjahr. Auf hohem Niveau stagnierend zeigt sich die gewichtete Durchschnittsmiete mit 21,20 Euro / m² / Monat rund 10 % über dem Vorjahr. 
 
„Weiterhin verzeichnen wir Großgesuche und auch Gesuche nach teuren Flächen. In Kombination werden diese Kriterien tendenziell weniger, entsprechende Anfragen sind rarer geworden. Gleichwohl sind Unternehmen, die entsprechende Mitarbeiter suchen oder halten wollen, bereit, hohe Mieten für Top-Objekte in Top-Lagen zu zahlen“, so Kullmann abschließend.
 

* Frankfurt Stadtgebiet inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei