Performance der globalen Bürovermietungsmärkte bleibt gesund

20. August 2019

FRANKFURT, 20. August 2019 - Mit 10,4 Mio. m² im zweiten Quartal blieb die Bürovermietungstätigkeit in weltweit 96 Märkten weiter äußerst robust. Für das erste Halbjahr 2019 summiert sich das Umsatzvolumen damit auf ca. 21 Mio. m², entsprechend einem moderaten Rückgang von rund fünf Prozent im Jahresvergleich (H1 2018: 22,1 Mio. m²). „Vor dem Hintergrund einer erwartet schwächeren Nachfrage auch im weiteren Jahresverlauf gehen wir von einem ähnlichen prozentualen Rückgang für das Gesamtjahr aus. Damit läge das Umsatzvolumen auf dem Niveau von 2017. Damals waren es etwas mehr als 41 Mio. m², so Hela Hinrichs, JLL EMEA Research.

In den sieben deutschen Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) zeigte der Büro-Vermietungsmarkt zur Jahresmitte ein ausgesprochen gutes Ergebnis und kam auf ein Plus von 5,4 Prozent mit teilweise kräftigen Umsatzsteigerungen, zweistellig in Stuttgart (fast 21 %) gefolgt von Hamburg (knapp 15 %). Für Frankfurt und Köln ging es nochmal um jeweils rund acht Prozent nach oben. Auch wenn sich bayerische Metropole gemeinsam mit Berlin (jeweils ca. 418.000 m²) wieder an der Spitze des Umsatzvolumens positioniert, verzeichnet die Stadt an der Isar mit knapp 11 Prozent als einzige ein Minus in der bisherigen Jahresbilanz.

Globale Büro-Leerstandsquote sinkt auf den niedrigsten Stand des aktuellen Zyklus

Einmal mehr allen Erwartungen trotzend, sank die globale Büro-Leerstandsquote im zweiten Quartal 2019 ein weiteres Mal und liegt damit bei 10,8 Prozent. Sie notiert erstmals seit 2009 unter elf Prozent. Der Leerstand ist sowohl in Europa (auf 5,8%) als auch in den USA (auf 14,5%) zurückgegangen. Im asiatisch-pazifischen Raum blieb die Leerstandsquote stabil (bei 10,3%). 

In jeder der deutschen Big 7 bis auf Stuttgart reduzierten sich die Leerstandsflächen im Jahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich; die Spanne reicht dabei von minus 6 Prozent in Frankfurt bis zu minus 42 Prozent in Berlin. In der Hauptstadt sank die Leerstandsquote auf 1,8 Prozent und weist damit weltweit eine der niedrigsten Leerstandsquoten aus.

Die Bürofertigstellungen dürften 2019 mit weltweit über 18 Mio. m² einen zyklischen Höchststand erreichen. Weitere 17 Mio. m² werden voraussichtlich 2020 fertiggestellt. Die Fertigstellungen bewegen sich damit auf dem Niveau der Jahre 2008 - 2009. Da die Volumina 2019 voraussichtlich das Niveau des Vorjahres um ein Drittel toppen werden, dürfte die globale Büro-Leerstandsquote im zweiten Halbjahr leicht ansteigen und Ende 2019 rund 11,3 Prozent betragen.

In den deutschen Big 7 sind rund 4,4 Mio. m² im Bau, die bis 2022 den Märkten zugeführt werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf Berlin mit rund 1,5 Mio. m² und auf München mit knapp 0,87 Mio. m².

Jährliches Wachstum der Spitzenmieten schwächt sich 2019 ab

Das Mietpreiswachstum für erstklassige Büroflächen war in den letzten beiden Jahren bemerkenswert stabil und lag in weltweit 30 analysierten Märkten im Bereich eines Jahresdurchschnitts von 3,5 bis 4 Prozent. Boston (+20,5% gegenüber Vorjahr) steht an der Spitze des globalen Rankings, auch Berlin (+12,7%) und Singapur (+12,4%) zeigen ein zweistelliges jährliches Mietwachstum. Diese Städte werden auch im Gesamtjahr 2019 voraussichtlich die weltweit höchsten Mietpreiszuwächse verzeichnen“, so Hela Hinrichs. „Aggregiert sollte sich das Mietpreiswachstum für erstklassige Büroflächen bis zum Jahresende 2019 aufgrund zunehmender Angebots-Optionen geringfügig auf rund drei Prozent abschwächen.“


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