Artikel

Hot Spot Berlin: Noch nie wurde in einer deutschen Immobilienhochburg mehr investiert

Wie keine andere Stadt hat Berlin für den Jahresendspurt 2015 auf dem deutschen Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt gepunktet – 3 Mrd. Euro von Oktober bis Dezember bedeuten das zweithöchste Transaktionsvolumen einer Stadt in einem Quartal überhaupt.

10. Februar 2016

Ganz zweifellos hat Deutschlands Hauptstadt das Potential, in die europäische Champions League der Investment-Standorte aufzusteigen. Die deutsche Meisterschaft in diesem Bereich mit einem am Ende ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und sehr deutlichem Abstand vor Frankfurt konnte Berlin 2015 immerhin bereits verbuchen. Ein Transaktionsvolumen von 8,01 Mrd. Euro – mehr als in den beiden letzten Jahren zusammen – ist in vielerlei Hinsicht herausragend. Noch nie wurde in einer deutschen Immobilienhochburg in einem Jahr so viel investiert. Der bisherige Rekord stammt noch aus 2007, erzielt von Frankfurt mit rund 6,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig konnte Berlin auch die eigenen Höchst- und Durchschnittswerte – teilweise um ein Mehrfaches – übertreffen: der 10-Jahresschnitt wurde glatt verdreifacht, der 5-Jahresschnitt um 150 % getoppt und der alte eigene Jahreshöchstwert aus 2014 noch einmal um 84 % gesteigert – auch im Vergleich der Big 7 durch die Bank Bestwerte.

Wie keine andere Stadt hat Berlin für den Jahresendspurt 2015 auf dem deutschen Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt gepunktet – 3 Mrd. Euro von Oktober bis Dezember bedeuten das zweithöchste Transaktionsvolumen einer Stadt in einem Quartal überhaupt und damit auch das sechste Quartal in Folge mit einem Transaktionsvolumen jenseits einer Milliarde Euro. Nur in Frankfurt wurde im 4. Quartal 2014 jemals mehr investiert.

Vor allem ausländische Investoren haben Berlin denn auch als Top-Adresse in den Zielfokus genommen. Von Relevanz in diesem Zusammenhang freilich für das Interesse internationaler Investoren sind Transaktionen in einem deutlich dreistelligen Mio.-Bereich. Dennoch beobachten wir, dass in den letzten Jahren zunehmend auch kleinere Transaktionsgrößen bei ausländischen Investoren aufgrund der hohen Attraktivität des Berliner Marktes gefragt sind. Eine systematische Professionalisierung des Transaktionsgeschehens macht sich ganz unstrittig in allen Segmenten überzeugend bemerkbar.

Beispiele für großflächige Transaktionen mit ausländischer Beteiligung waren das Quartier am Potsdamer Platz mit ca. 1,3 Mrd. Euro – gleichzeitig die mit Abstand größte Transaktion deutschlandweit, sowie das The Q mit über 300 Mio. Euro. Dementsprechend gingen insgesamt allein 4,3 Mrd. Euro auf das Konto ausländischer Anleger, die damit ihr Anlagevolumen gegenüber dem Vorjahr, aber auch gegenüber dem 5-Jahresdurchschnitt mehr als verdoppelt haben. Damit notiert ihr Anteil – in Berlin zum ersten Mal seit 2012 – höher als der deutscher Anleger, die mit 3,7 Mrd. Euro auch ihrerseits ein noch nie dagewesenes Anlagevolumen generierten mit einer Steigerungsrate von nahezu zwei Dritteln gegenüber 2014. Auch haben ausländische Investoren ihren Immobilienbestand per Saldo um rund 800 Mio. Euro erhöht.

Bei einem weiterhin extrem niedrigen spekulativen Neubauvolumen, einer sehr niedrigen Leerstandsquote, der weiter wachsenden Wirtschaft Berlins und einem erwartbaren Anstieg des Durchschnitts-Mietpreises bleibt Deutschlands Hauptstadt auch 2016 für Investoren aus aller Welt ein interessantes Ziel: Die positive Entwicklung Berlins wird von Investoren aus der ganzen Welt beobachtet. Am kaum mehr aufhaltbaren Aufstieg der Spreemetropole in die investive europäische Belleetage möchte quasi jeder partizipieren.