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Büros im Technopark Hannover: Im Grünen entsteht ein kleines Silicon Valley

Mit dem Wissenschafts- und Technologiepark Marienwerder wächst Hannover weiter als technologieorientierter Wirtschaftsstandort.

05. November 2019

Mitten im Marienvalley wächst der Büro- und Innovationsstandort Hannover weiter mit dem Projekt  Technopark. Marienvalley, noch nie gehört? Das Silicon Valley kennen Sie natürlich als die IT- und Technologie-Schmiede der westlichen Welt. Sein entfernter Verwandter im Herzen von Niedersachsen gibt sich deutlich regnerischer als die mediterrane Klimazone der San Francisco Bay Area. 

Nachhaltigkeit und ein Bewusstsein für Ressourcen sind elementar. Der Technopark ist ein Beweis dafür, dass moderne Arbeitswelten umweltbewusst und nachhaltig zertifiziert errichtet werden können.

Jakob Aumüller Project Developer, Taurus Investment Holding GmbH

Er ist zugegeben auch ein ganzes Stück kleiner, aber dafür eingebettet in eine wunderschöne Parklandschaft. Und trägt eigentlich den doch eher prosaischen Namen „Wissenschafts- und Technologiepark Marienwerder“.

Technologieunternehmen aus den verschiedensten Branchen sind bereits dort angesiedelt, ebenso wie Forschungs- und Entwicklungszentren. Quasi Tür an Tür befinden sich zum Beispiel das Lasertech Zentrum oder der Batterieexperte Johnson Controls Power.

Automotive ist mit Continental und Volkswagen vertreten. Dazu noch der neue Maschinenbau-Campus der Leibniz Universität, die Technik-Experten von morgen stehen hier also schon in den Startlöchern.

40.000 Quadratmeter Bürofläche für High-Tech

Diese hervorragende Nachbarschaft wird bald noch Verstärkung bekommen. Schon Ende 2020 werden die ersten beiden Gebäude des Technoparks Hannover fertiggestellt. Dahinter steht die Taurus Investment, die vor allem im Bereich Büro und Light Industrial unterwegs ist und das auf der ganzen Welt. 

Für Hannover ist der Technopark ein entscheidendes Puzzleteil in der weiteren Profilierung als führender Wissenschafts- und Technologiestandort.

Sabine Tegtmeyer-Dette 1. Stadträtin, Wirtschafts- und Umweltdezernentin, Landeshauptstadt Hannover

Mit Technologiezentren hat das Unternehmen also umfangreiche Erfahrungen. Weitere Teile des Komplexes werden dann von 2021 bis 2022 folgen. Über 40.000 m² Fläche sind geplant, dazu noch ein Parkhaus und zahlreiche Außenstellplätze. Ein ambitioniertes Projekt, das wegen der großen Nachfrage sogar schon beschleunigt wurde.

Wer im Technopark Hannover einziehen soll, dazu gibt es ganz genaue Vorstellungen. „Ganz ans Silicon Valley werden wir wohl nicht herankommen, aber unser Marienvalley soll ein einzigartiger Branchencluster für die Region werden. Daher sprechen wir vor allem Mieter mit einem ausgeprägten Technologieprofil an: Automatisierung, Robotik, Digitalisierung, generell Zukunftstechnologien“, beschreibt Dominik Talhof von JLL die Pläne für das neue Tech-Hub im Norden. Er und sein Team haben den Alleinvermietungsauftrag für den Technopark gewonnen.  Als Hannoveraner mit Leib und Seele liegt ihm das Projekt besonders am Herzen: „Mitten im Grünen, aber mit hervorragender Anbindung, werden hier die Unternehmen ansässig, die die entscheidenden Arbeitsplätze für die Zukunft schaffen“.

Der Technopark ist eines der wenigen Neubauprojekte in Hannover, bei dem eine Zertifizierzung mit dem DGNB Standard in Platin angestrebt wird. 

Werner Frank DGNB Auditor, Tucher Beratende Ingenieure

Und der Anspruch „Zukunft“ geht dabei weit über die Mieterstrategie hinaus. So gelten für das Projekt selbst höchste Nachhaltigkeitsansprüche. Auf Beton wird nach Möglichkeit zugunsten von Holz verzichtet.

Die Gebäude sind am Standard Niedrigenergie-Bauweise-Plus ausgerichtet, eine Zertifizierung nach DGNB Platin wird angestrebt. Und auch an die Elektromobilität ist mit einer umfangreichen Ausstattung mit E-Chargern gedacht.

Lebendiges Viertel für technologischen Austausch

Zu einer Zukunftsstadt gehört aber natürlich mehr als nur Arbeitsplätze. Im Herzstück des Technoparks werden zum Beispiel Gastronomie, ein Boarding House und ein Fitness-Studio integriert. Im guten alten Marienwerder entsteht also ein echter Technologie-Inkubator.

Ingenieure, Informatiker und Tech-Experten in Ausbildung kommen zusammen, über die Branchengrenzen hinweg. Und das nicht nur beim Mittagessen oder in Kooperationsprojekten, zum Beispiel mit den Hochschulen in Hannover. Auch im Bürokonzept ist für Austausch gesorgt.

Flex Space ist aus einem so zukunftsgerichteten Projekt wie dem Marienvalley nicht wegzudenken und gehört selbstverständlich zum Gesamtpaket.

Dominik Talhof
Team Leader Office Leasing Hannover